Kann doch kaum wahr sein:

Warener Zulassungsstelle schon wieder dicht

Nur wenige Wochen nach der großen Protestaktion in Waren, als Autohausbesitzer und Schilderhändler gegen verschlossene Türen demonstrierten, geht alles von vorne los.

'Vor einigen Wochen protestierten Autohausbesitzer und Schilderhändler gegen verschlossene Türen.
Carsten Schönebeck 'Vor einigen Wochen protestierten Autohausbesitzer und Schilderhändler gegen verschlossene Türen.

Der Spot leuchtet an der elektronischen Werbetafel in Warens Mozartstraße auf: „Zulassungsstelle schließen – nein Danke“ müssen Autofahrer lesen, die aus Richtung Westen in die Stadt fahren.

Der Appell an die Politik, verfasst von einer Gruppe Autohändler der Region und einer Schilderwerkstatt in Waren, scheint aber ungehört zu verpuffen. Die Kfz-Zulassungsstelle in Waren, so die Ankündigung aus dem Neubrandenburger Landratsamt, schließt vom 21. zum 25. Oktober erneut ihre Pforten. Wer in dieser Zeit sein Auto an- oder ummelden muss, wird gebeten, sich an andere Zulassungsstellen im Landkreis zu wenden.

Kritiker befürchten den Anfang vom Ende

„Soll das die viel beschworene Bürgernähe sein?“, kritisiert der Warener Autohaus-Besitzer Michael Multhaup. Nicht wenige in Waren und Umgebung, die jetzt befürchten, die Schließung der Zulassungsbehörde wäre schon ein Vorgriff auf die Zukunft.

Dagegen wehrt sich Peter Handsche, Vize-Chef des kreislichen Ordnungsamtes: „Nichts mit Schließung auf Probe. Die bedauerliche Notwendigkeit, die Zulassungsstelle in Waren wieder zu schließen, hat ausschließlich personelle Gründe“, betont er. Der erneut hohe Krankenstand zwinge die Behörde dazu, Zulassungsstellen von Zeit zu Zeit abzusperren.

Einfach zu wenige Mitarbeiter

Handsche macht aber keinen Hehl daraus, dass in einem bereits geschriebenen Konzept zur Zukunft der Zulassungsstellen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte die Zentralisierung der Behörde an einem Standort eine Alternative sei. „Die andere Variante, die ebenfalls in der Verwaltung diskutiert wird, bedeutet, alles bleibt so, wie es ist.“ Dann aber, so Handsche, müsse personell aufgestockt werden.

Planmäßig sei die Zulassungsstelle in Waren, so wie deren „Schwestern“ in Demmin oder Neustrelitz, mit vier Mitarbeiterinnen besetzt. „Zu wenige“, sagt Handsche. Egal, wie die Entscheidung über die Zukunft der Zulassungsstellen ausfällt, „wichtig ist nur, das es auch funktioniert“, hofft Handsche. Um die Personalnot zu lindern, würden in den nächsten Wochen drei neue Mitarbeiterinnen eingestellt. Perspektivisch sei deren Einsatz in Waren geplant.

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