Jugendklub im Bau:

Warens Joo öffnet im Oktober, die Feuerwache schließt

Wie schnell die Jüngsten doch aus ihren Kinderschuhen herauswachsen. Auch das neue Jugendzentrum in Waren wird immer größer. Aber wie wird die Einrichtung später eigentlich mal betrieben?

Das milde Wetter ist gut für den Bau des JOO: Das Erdgeschoss ist fast fertig.
Nadine Schuldt Das milde Wetter ist gut für den Bau des JOO: Das Erdgeschoss ist fast fertig.

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sollen sich hier  wohlfühlen – im JOO, dem neuen Jugendzentrum am Amtsbrink. Damit das auch gelingt, besteht seit einiger Zeit ein  Betreiberkonzept. Darin werden Fragen zum Personal, der Finanzierung oder auch den den Öffnungszeiten geklärt. „Die Öffnungszeiten sollen sich am Bedarf der Nutzer orientieren“, heißt es dazu im Papier. Vorgesehen sei demnach, dass das Haus auch an den Wochenenden geöffnet hat. Fakt ist laut Betreiberkonzept, dass das JOO an fünf bis sechs Tagen in der Woche ein Anlaufpunkt für die – mitunter sehr – jungen Erwachsenen sein wird. Sie werden von drei Fachkräften betreut. Laut Betreiberkonzept kann das JOO auch auf einen Techniker, der zu den Mitarbeitern der EDV zählt, zugreifen.

Auch auf dem Papenberg wird gebaut

Was sich so gut liest, ist mit einem bitteren Wermutstropfen verbunden: Mit Eröffnung des JOO am 3. Oktober wird der Jugendklub „Alte Feuerwache“, der sich in der Innenstadt nahe der Georgenkirche befindet, voraussichtlich im Oktober schließen. Wer die Fachkräfte sind, die die Jugendlichen betreuen werden, steht allerdings nicht im Betreiberkonzept. Klar ist jedoch, dass von den drei Mitarbeitern einer 40 Stunden und die anderen beiden „nur“ 30 Stunden pro Woche angestellt sind.

Und das JOO ist nicht der einzige Jugendklub, der dieses Jahr neu errichtet wird. Auch der Jugendklub, den es derzeit auf dem Papenberg gibt, soll in den kommenden Wochen ein komplettes Lifting erfahren. Er wird aber während der knapp einjährigen Zeit des Neubaus nicht geschlossen. Jedenfalls dann nicht, wenn die Baustelle nicht zu dicht an die Klub-Container heranragt. Allerdings hat während eines Teils der Bauphase auch die „Alte Feuerwache“ noch geöffnet. Und im Oktober ist auch das JOO  fertig.

Personal wird komplett aus der Stadtkasse bezahlt

Der neue Treff für Warens Jugend wird durch eine 2,5-Millionen-Euro-Spende von Warens Ehrenbürger Jost Reinhold finanziert. Geld, dass im städtischen Haushalt in der Investitionsübersicht für den Teilbereich Öffentliche Ordnung/Jugend/Schulen/Soziales/Kultur eingestellt ist. „Die Spende wurde bereits 2014 eingezahlt und das Geld befindet sich nun unter den liquiden Mitteln im Haushalt“, erklärt Mark-Olaf Stibbe, Stabsstellenleiter Rechtsangelegenheiten und Öffentlichkeitsarbeit, die Zahlungsfähigkeit.

Auch die Personal- und Betreiberkosten hat das zuständige Amt für Bürgerdienste schon kalkuliert. Diese Summe soll sich laut einer ersten Berechnung auf rund 171 000 Euro belaufen. Ein Betrag, bei dem man mit Zahlen vom Jugendklub „Alte Feuerwache“ arbeitet, deswegen auch die möglichen Betriebskosten mit einem Wert von 40 000 Euro ansetzt. Zur Info: Sowohl das JOO als auch der Jugendklub „Alte Feuerwache“ haben eine Innenraum-Nutzfläche von etwa 800 Quadratmeter.

Geplant ist, dass die Personal- und Betreiberkosten komplett aus der städtischen Kasse bezahlt werden. Doch möglicherweise könnte die Summe auch sinken – zumindest fürs Personal. Es sei eine anteilige Finanzierung durch die Förderrichtlinie des Landkreises möglich. Der Kreis kann auf dieser Grundlage Personal- und Sachkosten der Jugend- und Schulsozialarbeit unterstützen, heißt es im Betreiberkonzept.

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