Neujahrsempfang:

Warens Stadtpräsident erschreckt Malchower

Den Blick über den Tellerrand hinaus zu wagen, ist immer gut. Doch mit Kritik in Richtung der Nachbarstadt hat Warens Stadtpräsident René Drühl die Zuhörer am Sonnabend doch ganz schön überrascht.

Seitenhieb auf die Streitereien in der Malchower Politik: René Drühl, Präsident der Stadtvertretung Waren.
Petra Konermann Seitenhieb auf die Streitereien in der Malchower Politik: René Drühl, Präsident der Stadtvertretung Waren.

Beim Warener Neujahrsempfang hat Stadtpräsident René Drühl (CDU) für einige Irritation gesorgt, als er in seiner offiziellen Rede auf die angespannte Situation Kommunalpolitik in der Nachbarstadt Malchow einging. Drühl habe bei seinem Besuch des Malchower Neujahrsgespräches eine Woche zuvor die "extreme Spannung zwischen Bürgermeister und Stadtvertretung Malchow gespürt." Zwar stehe es ihm eigentlich nicht zu, eine Wertung der Malchower Situation vorzunehmen, so Drühl weiter. Er sagte aber trotzdem: "So ein haltloser Zustand darf gar nicht erst entstehen." Er forderte die Inselstädter auf, "das Kriegsbeil zu begraben und miteinander zu sprechen."

Malchows Stadtvertretervorsteherin Elke-Annette Schmidt (Die Linke) war Gast auf dem Warener Neujahrsempfang und gab gegenüber dem Nordkurier zu, zunächst über die Worte des Amtskollegen "etwas erschrocken" gewesen zu sein. Als Affront wollte die Malchowerin Drühls Worte aber dennoch nicht verstehen. "Ich werte das eher als Denkanstoß, als gut gemeinten Hinweis auf ein besseres Miteinander", so Schmidt später. Sie wolle außerdem mit dafür sorgen, dass 2015 bessere Schlagzeilen aus Malchow kommen als in der jüngsten Vergangenheit. Und sie regte ein Treffen aller vier Stadtpräsidenten aus Waren, Röbel, Malchow und Penzlin an, um Erfahrungen und Gedanken auszutauschen.

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