Tötungsabsichten an Firmengebäude gesprüht :

Warens Stadtpräsident massiv bedroht

Das ist eine neue kriminelle Qualität: In Waren werden nicht nur regelmäßig rechtsradikale Parolen an Häusern und Gedenkstätten geschmiert, jetzt gerät auch erstmals ein Bürger der Stadt ins Visier: Stadtpräsident Renè Drühl wird mit schriftlichen Tötungsabsichten  bedroht.

Unruhige Tage: Warens Stadtpräsident Renè Drühl.
CDU Unruhige Tage: Warens Stadtpräsident Renè Drühl.

Kriminalpolizei und Staatsschutz haben die Ermittlungen aufgenommen. "Das ist eine Tat, bei der konkret mit einem Verbrechen gedroht wird", teilte am Dienstagmittag Nicole Buchfink, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Neubrandenburg, gegenüber dem Nordkurier mit. "Da geht es schon um gewisse Inhalte. Das geht über das Stadium eines Spruches wie 'Ich haue Dich' hinaus", machte Buchfink deutlich.

Nach Recherchen des Nordkurier hatten unbekannte Täter in der Nacht zum 16. April an den Außenwänden, an Zäunen und Mülltonnen von Drühls Firma im Warener Westen NS-Zeichen, Nazi-Symbole und heftigste persönliche Verbal-Attacken gesprüht - inklusive Todesdrohungen.

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