Reimond Kamrath ist jetzt Chef:

Warens Wehr hat einen Neuen

Nach 19 Jahren wollte Wehrführer Harald Hakert sein Amt in jüngere Hände legen. Lange suchen musste er nicht: Sein Stellvertreter hat das Rennen in Waren gemacht.

Daumen hoch: Reimond Kamrath ist der neue Chef bei den Warener Rettern.
Carsten Schönebeck Daumen hoch: Reimond Kamrath ist der neue Chef bei den Warener Rettern.

Wechsel an der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr Waren: Reimond Kamrath wurde jetzt zum neuen Wehrführer gewählt. Mit einem - wie er gegenüber dem Nordkurier sagte - für ihn überraschend eindeutigen Ergebnis. 61 Kameraden stimmten in der offenen Wahl auf der Jahreshauptversammlung für den 37-Jährigen, ein einziges Feuerwehrmitglied enthielt sich. "Ich freue mich sehr über dieses gute Wrgebnis, es stärkt mich in meinem Amt", so Kamrath weiter. Er tritt die Nachfolge von Harald Hakert an, der 19 Jahre lang das Amt des Warener Wehrführers inne hatte.

Ein Rekordjahr folgt aufs nächste

Ganz neu sind Reimond Kamrath die Führungsaufgaben einer so großen Wehr mit 65 aktiven Mitgliedern natürlich nicht. Schließlich fungiert er seit 2003 bereits als Stellvertreter des Wehrführers und konnte so in die Rolle hineinwachsen. Das Jahr mit den meisten Einsätzen in der Geschichte der freiwilligen Feuerwehr Waren hat Kamrath so natürlich auch hautnah miterlebt: Im Jahr 2014 mussten die Männer und Frauen 146 Einsätze bewältigen. 28 mal mussten Brände gelöscht werden, 59 mal waren technische Hilfeleistungen nötig, bei denen insgesamt 17 Menschen gerettet wurden. Genauso oft sind die Kameraden auch ganz umsonst ausgerückt, weil insgesamt 59 Fehlalarme ausgelöst wurden - oft auch durch Brandmeldeanlagen. "Das macht uns zu schaffen, und ich befürchte, das wird auch in diesem Jahr nicht anders sein", so Reimond Kamrath.

Er geht sogar davon aus, dass 2015 das Negativ-Ergebnis von 2014 hinsichtlich der Einsätze sogar noch toppen könnte: "Wir sind schon jetzt 24 Mal ausgerückt. Im vergangenen Jahr lagen wir in den ersten beiden Monaten  bei nur 18 Einsätzen."