Nach einem Jahr Bauzeit:

Wasser marsch in Röbels größter Badewanne!

Sich Zuhause ein Bad einzulassen, dauert ein paar Minuten. Bis die Becken in der Röbeler Therme gefüllt sind, vergehen mehrere Tage. Und selbst dann ist das Wasser längst noch nicht bereit für Badegäste. 

Noch am Sonntag schimmerte das Wasser im Sportbecken grünlich. Kein Grund zur Sorge, meint Daniel Behrndt. Das Wasser weist noch einen hohen Eisen-Gehalt auf. 
Petra Konermann Noch am Sonntag schimmerte das Wasser im Sportbecken grünlich. Kein Grund zur Sorge, meint Daniel Behrndt. Das Wasser weist noch einen hohen Eisen-Gehalt auf. 

Gleich mal vorweg: Ohne die Schläuche der Röbeler Feuerwehr würde die Therme wohl auf dem Trockenen bleiben. Zumindest würde das Befüllen der beiden, nun fertig sanierten Becken erheblich länger dauern.

Über einen Hydranten und die Leitungen im Keller, der unter den Becken liegt, fließt das Wasser – durch die Schläuche, die sich die Mitarbeiter de Müritz Therme bei den Röbeler Feuerwehrleuten ausgeliehen haben. „Dabei kommt das Wasser nicht von oben in das Sportbecken hinein, sondern es wird von unten hoch ins Becken gedrückt“, erklärt Therme-Chef Marco Lüders.

Bis das Sportbecken jedoch gefüllt ist, dauert es selbst mit Hilfe der dicken Schläuche geschlagene drei Tage. Immerhin fasst das Sportbecken rund 620 000 Liter Wasser. In eine normale Badewanne zu Hause passen rund 120 Liter Wasser. Über 5000 Badewannen-Füllungen braucht es also, um das Sportbecken der Therme voll zu bekommen. Das Spaßbecken gleich nebenan benötigt rund 580 000 Liter Wasser, bis es bis zum Rand gefüllt ist. Umgerechnet sind das etwa 4800 Badewannen-Füllungen. Und so dauert es noch einmal drei Tage, bis auch der andere Bereich der Therme nicht mehr trocken steht.

Und dann: Farbe bekennen

Das Wasser wird zudem erwärmt, denn das rund 8 Grad kühle Röbeler Trinkwasser darf nur mit einer Temperatur von rund 16 Grad ins Becken : „Wir wollen hier ganz auf Nummer sicher gehen. Würde das kalte Wasser auf die rund 20 Grad warmen Fliesen treffen, könnte das zu Spannungen führen, vielleicht würde das die Fliesen in Mitleidenschaft ziehen“, sagt Daniel Behrndt, Mitarbeiter des Therme-Betreibers Fun GmbH. 

Allerdings: Selbst wenn beide Becken im Laufe der Woche gefüllt sind – Badewasser befindet sich darin längst noch nicht. Erst müssen die Becken, Leitungen, Filter und Düsen einen Färbetest überstehen. Dafür wird in den Wasserkreislauf der Therme Farbe eingebracht. „Anhand der Verteilung dieser Farbe im Wasser können wir genau erkennen, ob alle Düsen und Leitungen auch wirklich funktionieren und das Wasser in den Becken so umgewälzt wird, wie es sein sollte“, sagt Marco Lüders.

Ist der Test absolviert, werden dem Wasser Desinfektionsmittel zugesetzt. Und erst wenn das Gesundheitsamt nach Kontrollen sein Okay gibt, erst dann können die Gäste in die Therme-Fluten springen – voraussichtlich ab 6. Dezember.