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Wasserwacht zog Segler aus den Fluten

Ein Boot ist am Sonntag bei stürmischem Wetter gekentert. Mit starken Unterkühlungen kam ein Senior ins Krankenhaus.

Die Retter waren auf der Müritz im Einsatz, weil ein Ehepaar am Sonntag in Seenot geraten war.
Stefan Sauer Die Retter waren auf der Müritz im Einsatz, weil ein Ehepaar am Sonntag in Seenot geraten war.

Heftige Sturmböen haben am Pfingstsonntag immer wieder Wassersportlern auf der Müritz zu schaffen gemacht. Gegen Mittag kenterte ein Segelboot. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Waren wollten gerade hinausfahren, da wurde ihr Einsatz aber gestoppt. Die Wasserwacht war bereits unterwegs. "Andere Bootsführer hatten uns alarmiert", so Chef Michael Neumann. Erst hieß es, dass drei Mann an Bord des gekenterten Bootes seien, es war aber ein Ehepaar, beide Anfang 60. Der Mann war schon ins Wasser gesprungen und wollte an Land schwimmen, um Hilfe zu holen. Die Wasserwacht zog den stark Unterkühlten aus der Müritz. Dann holte sie die Frau an Bord, die auf dem gekenterten Boot gewartet hatte, und brachte beide an Land zum Rettungsdienst. Der Mann kam ins Krankenhaus. Die Frau wollte sich später um die Bergung des Bootes kümmern. Erst einmal wurde dieses aus dem Fahrwasser gezogen, um nicht noch andere Boote zu gefährden.

Das verunglückte Boot hatten technische Probleme, weiß Michael Neumann. "Das Schwert ging nicht rein, dadurch konnten sie nicht richtig kreuzen." Und durch den starken Wind sei das Boot gekentert. Böen erreichten immerhin Stärken zwischen sechs und sieben.

Die Wasserwacht in Waren ist übrigens in der Saison vom 1. April bis 31. Oktober ständig von 8 bis 18 Uhr mit zwei Mann besetzt. Ein Rettungsschwimmer und Bootsführer sowie ein Rettungsassistent sind im Einsatz.