Trotz Aktionsplan in Waren:

Wenig Hoffnung für die vielen Lärmgeplagten

Lärm, Abgase, Unfälle - die Anwohner der Bundesstraße 192 leiden weiter unter dem Verkehr. Bei der Diskussion zum neuen Lärmaktionsplan in Waren geht es entsprechend hoch her. Und das, obwohl niemand so recht glaubt, dass die Maßnahmen Abhilfe schaffen.

Der Schweriner Damm in Waren: Hier ist die Lärmbelastung täglich besonders hoch.
             
Nordkurier/Archiv Der Schweriner Damm in Waren: Hier ist die Lärmbelastung täglich besonders hoch.  

„Gedämpfte Hoffnung“ – die Formulierung kursierte mehrfach in der Mensa Waren-West. Vor allem die Vertreter von Stadt und Straßenbauamt bedachten den Lärmaktionsplan mit diesen Worten. Viele der Bürger meinten: Unnützer Quatsch.

Die Stadt Waren will in den nächsten Monaten ihren Lärmaktionsplan fortschreiben. Zu einer ersten Bürgerbeteiligung war am Dienstagabend geladen worden. Die erste Fassung des Plans stammt von 2009. Alle fünf Jahre, so sieht es das Gesetz vor, soll geprüft werden, ob und was erreicht wurde. Jetzt wird also nachgebessert. In Waren muss da schon eine Menge kommen, auch wenn sich die politische Willenserklärung ausschließlich auf den Verkehrslärm entlang der B 192 bezieht. Bisher waren die Planungen davon ausgegangen, dass eine wirksame Lärmreduzierung nur mit einer Ortsumgehung realisiert werden kann. Nur ist die vorerst vom Tisch, seit sich bei einer Bürgerbefragung im September eine Mehrheit gegen diese Lösung ausgesprochen hatte.

Doch eine bessere ist nicht in Sicht. Lärm-Experte Rainer Horenburg erläuterte erste Vorschläge, wie der Lärm insbesondere rund um die Mozartstraße und die Röbeler Chaussee reduziert werden könnte. Und erntete Widersprüche. „Die Ampelphasen sind dort bereits angepasst worden. Wir können das noch mal prüfen, aber machen Sie sich keine großen Hoffnungen“, so Andreas Herold vom Straßenbauamt. An die Wirkung eines Tempo-Limits wollten vor allem die Anwohner nicht glauben. Der Vorschlag erntete höhnisches Gelächter. Ohne scharfe Kontrollen bringe das nichts, so die Meinung. Das sei auch bei dem vorhandenen Limit für Lkw zu beobachten. Und selbst lärmmindernde Straßenbeläge seien nur ein Tropfen auf den heißen Stein, hieß es.

Rund 50 Personen nahmen an der Veranstaltung teil, die meisten von ihnen betroffene Anwohner, die weiterhin für eine Umgehung streiten. Das brachte die Veranstaltung kurzzeitig an den Rand der Eskalation. Denn immer wieder wurden Vorwürfe gegen die Stadt und den Bürgerdialog zur Ortsumgehung laut.

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