Richter reißt der Geduldsfaden:

Wenige Schritte in die falsche Richtung kosten die Freiheit

Weil ein 54-Jähriger aus Malchow eine Kaufhalle betreten hat, muss der Mann jetzt hinter Gitter. In dem Supermarkt hatte er nämlich Hausverbot.

Ein Malchower vor dem Richter: Weil er einen Supermarkt betreten hatte, obwohl dort Hausverbot für ihn verhängt worden war, muss er jetzt hinter Gitter.
Daniel Reinhardt Ein Malchower vor dem Richter: Weil er einen Supermarkt betreten hatte, obwohl dort Hausverbot für ihn verhängt worden war, muss er jetzt hinter Gitter.

Eigentlich hätte es der Mann besser wissen müssen - bei seiner Erfahrung mit Gerichten und Staatsanwälten. Am Amtsgericht in Waren ist am Dienstag ein 54-jähriger Malchower wegen Hausfriedensbruch zu einer Freiheitsstrafe von zwei Monaten verurteilt worden. Trotz eines wegen Diebstählen für die Dauer von fünf Jahren ausgesprochenen Hausverbots in einem Supermarkt der Inselstadt hatte der Uneinsichtige die Kaufhalle erneut betreten - offensichtlich nicht zum ersten Mal, wie eine Angestellte aussagte.

Um dem ein für alle Mal einen Riegel vorzuschieben, zeigte die Geschäftsführung den Mann deshalb wegen Hausfriedensbruch an. Mit fatalen Folgen. Aber die 16 Vorstrafen und die noch gültige Bewährung hätten dem Gericht keine andere Möglichkeit gelassen, als eine Freiheitsstrafe auszusprechen, heiß es in der Begründung.

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