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Müritz bleibt Urlauberhochburg

Mittwoch ist Herbstanfang. Gelegenheit für ein erstes Fazit zur Sommersaison 2016. Das fällt in den Tourismus-Informationen der Müritzregion positiv aus – und zuweilen kurios.

Traumhafte Müritzregion: Zu jeder Tageszeit bietet die Landschaft wundervolle Motive.
Stephan Radtke Traumhafte Müritzregion: Zu jeder Tageszeit bietet die Landschaft wundervolle Motive.

Auch wenn sie (noch) nicht mit konkreten Zahlen dienen kann und das statistische Landesamt bis Ende des Jahres die Statistiken wälzen muss: Laut Carmen Pralow, Vorsitzende der Fleesensee-Touristik Malchow, war es nach gefühlter Einschätzung eine sehr gute Besucher-Saison für die Inselstadt. „Man soll ja nicht mit Superlativen um sich schmeißen, aber ich denke, wir können sehr zufrieden sein.“

Knapp acht Kilometer entfernt in Göhren-Lebbin zieht Doreen Muster, Chefin der Kur- und Tourismus GmbH, ein ähnlich gutes Besucher-Fazit für die rund 4000 zur Verfügung stehenden Betten – wozu neben der reizvollen Landschaft und dem breiten sportlichen Angebot auch die gehobene Ausstattung vieler Unterkünfte mit beheizbarem Whirlpool und Sauna beigetragen habe.

Ansturm im heißen September

Cornelia Runge, Leiterin der Warener Tourismus-Info, muss sich mangels Zahlen ebenfalls auf ihr Gefühl verlassen. „Gefühlt war im Sommer bei uns sehr viel los. Was uns etwas Sorge macht, ist der Juni.“ Weil die Ferien so spät begannen, fiel der Besucher-Ansturm da etwas verhaltener aus. Dass der Spätsommer im September noch mal das Quecksilber nach oben treibt, sei in den Vorjahren auch schon vorgekommen.

Namensvetterin Petra Baartz, Geschäftsführerin der Tourismus- und Dienstleistungsgesellschaft Rechlin mbH, hat in diesem Sommer derweil ein ganz besonders Phänomen ausgemacht – das sich alle zwei Jahre wiederholt. „Wir merken immer ganz deutlich, wenn eine Fußball-WM oder -EM ist. Scheidet Deutschland aus, wird es schlagartig voll bei uns.“

So waren 2016 nach dem Halbfinal-K.o. von Jogis Jungs gegen Frankreich fix Campingplätze, Ferienhäuser und -Wohnungen belegt. „Solange Deutschland noch dabei ist, wollen die Männer anscheinend keinen Urlaub machen. Da nützt es auch nichts, wenn in Gaststätten bei uns Beamer aufgestellt werden“, berichtet Petra Baartz.