Kurioser Fund:

Wer diese alten Flaschen fand, bekommt bestimmt kein’ Flaschenpfand

Kunst ist es vielleicht nicht. Obgleich das ja bekanntermaßen im Auge des Betrachters liegt. Doch irgendwas müssen sich die oder der gedacht haben, als sie am Straßenrand ein Flaschen-Pflaster legten.

Eh, wer hat denn da so viel geschluckt? Auf der Straße nach Groß-Kelle lässt sich rechter Hand ein fröhliches Flaschenbild ausmachen.
Carina Göls Eh, wer hat denn da so viel geschluckt? Auf der Straße nach Groß-Kelle lässt sich rechter Hand ein fröhliches Flaschenbild ausmachen.

Alter Schwede, wer hat denn da so viel geschluckt? Auf der Straße nach Groß-Kelle lässt sich rechter Hand ein fröhliches Flaschenbild ausmachen, das diese Frage aufwirft. Ganz frisch sehen die Glasbehälter, in denen bei näherer Betrachtung durchaus Alkohol aufgehoben war, nicht mehr aus. Aber leer sind sie. Alle. Ob Wein, „Pfeffi“, „Berliner Luft“ und manch‘ anderer Tropfen.

Da gerät selbst der Bürgermeister an den (Straßen-)Graben der Spekulationen: „Ich kann mir gut vorstellen, dass die ganzen Flaschen bei den Rodungen der Hecke am Straßenrand ans Tageslicht kamen. Und da hat sich dann vielleicht einfach einer einen Jux gemacht und die Teile an den Rand gelegt“, vermutet Dorfchef Axel Krüger. Aus seinen Dorf seien diese Flaschen wahrscheinlich nicht. Man spürt sein Grinsen durchs Telefon, denn das kleine Arsenal an Buddeln ist ihm auch schon aufgefallen. „Doch“, so betont der Mann, „da es sich um eine Kreisstraße und nicht um eine Gemeindestraße handelt, habe ich da im Grunde nicht so einfach Handhabe. Aber, wenn die Flaschen in den nächsten Tagen nicht verschwinden, dann muss ich da wohl was in die Wege leiten“, stellt Axel Möller in Aussicht.

Apropos Aussicht. Die hat man nun an der Stelle, wo die Hecke den Blick auf den Acker versperrte wieder. Doch ein Einzelfall ist das mit den Flaschen im Grünen offenbar leider nicht. „Auf dem Weg von Groß-Kelle nach Kroneiche begegnet mir das auch immer wieder. Und ich lasse jedesmal räumen“, sagt er. Wer trinken will, muss eben auch tragen können – die vollen u n d die leeren Flaschen.

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