Kurz vorm Verkauf:

Wer will Warens Bahnhof neu erfinden? Die Schweizer!

Der Warener Bahnhof scheint im Ausland beliebt zu sein. Nachdem schon die Russen das Gebäude kaufen wollten, taucht plötzlich ein Investor aus der Schweiz auf – mit mehr Geld. Dabei hatten die Stadtpolitiker doch gerade den Verkauf an ein Investoren-Trio abgesegnet.

Gasthaus oder Ärztehaus. Für das Bahnhofsgebäude in Waren könnte es noch mal eine Wende geben. Denn ein neuer Interessent will es kaufen.
Winfried Wagner Gasthaus oder Ärztehaus. Für das Bahnhofsgebäude in Waren könnte es noch mal eine Wende geben. Denn ein neuer Interessent will es kaufen.

Nachdem die Stadtpolitiker gerade den Verkauf abgesegnet haben, damit ein medizinisches Zentrum auf dem Gelände entstehen kann, kommt nun ein neuer Interessent ins Spiel. Einer aus der Schweiz. Der will nicht nur etwas anderes aus dem Objekt machen – „ein Gasthaus und ein modernes Bahnhofsgebäude, das den Warenern Jobs bringen soll“ – , sondern er will auch mehr zahlen. Stehen bis jetzt mehr als 93 000 Euro im Raum, spricht Rainer Wilfried Prüher aus Winhil im Kanton Zürich von „um die 150 000 Euro“. „Ich werde mein Kaufangebot und das Nutzungskonzept bei der Stadt einreichen“, kündigte Prüher an.

Doch wie beweglich die Stadt noch ist, sich auf ein völlig neues Konzept einzulassen, dazu wollte sich Bürgermeister Norbert Möller am Mittwoch noch nicht äußern. „Wir waren mit der Entscheidung für das Ärztehaus eigentlich ganz zufrieden. Und es ist ja auch durch die Stadtvertretung durch,“ sagte er.

Ein Angebot würde auch geprüft werden

Doch Fakt ist: Noch gehört das Objekt der Stadt. Und bis dato ist auch der Kaufvertrag für das Medizin-Zentrum noch nicht unterschrieben. „Man müsste alles erneut in allen Gremien behandeln und in einer Stadtvertretersitzung beschließen“, gibt Möller zu bedenken. Es sei jedoch kein Grund ersichtlich, warum dieser Beschluss nicht vollzogen werden sollte. Sollte vom Interessenten ein verbindliches Kaufangebot mit einem Nutzungskonzept vorgelegt werden, werde dies selbstverständlich von der Verwaltung geprüft und danach Weiteres entschieden.

Geht es nach dem jüngst bekundeten Willen der Warener Stadtvertreter, dann darf eine Investorengruppe aus Waren das Bahnhofshaus samt Grundstück kaufen. Arnim Voigtländer gehört gemeinsam mit André Melzer – beide arbeiten bei der Ingenieurgesellschaft Nord für Bauwesen (IGN) in Waren – sowie Dentist Dr. Felix Handy zum Investoren-Trio, das aus dem Backsteinbau an den Gleisen ein medizinisches Zentrum mit dem Schwerpunkt Oralchirurgie machen möchte. Doch Rainer Wilfried Prühe, der nach eigenen Angaben in der Strombranche sein Geld verdient, lässt sich nicht beirren: „So lange nichts unterschrieben ist, habe ich Hoffnung.“

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