Rätsel um Drehbrücken-Panne gelöst:

Wetter zwang Bauwerk in die Knie

Malchows Vorzeige-Bauwerk kollabierte im Juni. Nun kamen Experten zu einem Ergebnis, wie das passieren konnte: eine Verkettung unglücklicher Umstände.

Bei ihrem K.o. im Juni brauchte die Malchower Drehbrücke dringend eine Abkühlung.
Udo Roll Bei ihrem K.o. im Juni brauchte die Malchower Drehbrücke dringend eine Abkühlung.

Erleichterung bei Malchows Bürgermeister René Putzar (parteilos). Das Rätselraten um den Hitze-Kollaps der Drehbrücke im vergangenen Juni ist gelöst. Das 6,8 Millionen teure Bauwerk im Herzen der Inselstadt hatte damals bei Temperaturen um die 30 Grad Celsius schlapp gemacht. Schuld daran, das hat ein Gespräch mit dem zuständigen Vermesser am Mittwoch ergeben, ist laut Bürgermeister eine ungünstige Wetterkonstellation gewesen.

"Es war an diesem Tag eine Verkettung unglücklicher Umstände. Eine extrem hohe Oberflächen-Temperatur um die 60 Grad und dazu Windstille haben dazu geführt, dass sich der Stahlbau erhitzt und ausgedehnt hat und es ein Schleifen gab", so Putzar. Bau- und Planungsmängel könnten dagegen ausgeschlossen werden. Die Wetter-Konstellation sei in den vom Gesetzgeber vorgegeben Toleranzmaßen nicht vorgesehen.

Um in Zukunft mehr Toleranz zu haben, sei ein an der Brücke angebrachter Puffer bereits abgeschliffen worden. Mit Kosten für die Stadt rechnet der Bürgermeister nicht. "Ich gehe von einer Kulanzleistung der bauausführenden Firma aus."

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