Bauern unter Druck:

Wird die Milch etwa noch billiger?

Im April fällt die Milch-Quote weg. Darauf müssen sich die Betriebe jetzt einstellen. Kann sein, dass sich manche auch von ihren Kühen trennen.

Noch gilt die Milch-Quote der EU. Doch ab April wird das anders sein.
Georg Wagner Noch gilt die Milch-Quote der EU. Doch ab April wird das anders sein.

Die Landwirtschaft in der Region steht aller Voraussicht nach vor einem Strukturwandel. Davon gehen Fachleute wie Landesbauernpräsident Rainer Tietböhl aus. Grund dafür ist der Wegfall der Milchquote ab April. Mussten sich die Bauern bisher an von der EU festgelegte Höchstmengen halten oder bei deren Überschreitung "Strafgelder" zahlen, so können sie dann prinzipiell so viel Milch produzieren, wie sie wollen. Das könnte aber zu Überproduktionen und damit zu einem weiteren Verfall des Milchpreises führen. Und damit die Milchwirtschaft für manchen Betrieb auf Dauer unwirtschaftlich machen. "Es wird garantiert Landwirte geben, die mit der Milchproduktion aufhören", meint Rainer Tietböhl. Andererseits werde es voraussichtlich nicht viel weniger Kühe geben, so dass die Bestände bei den verbleibenden Milchbetrieben größer werden.

"Der Strukturwandel", so Tietböhl, "wird weitergehen." Das gelte für ganz Deutschland. Allerdings lässt sich die Milchmenge auch nicht beliebig steigern. Denn die Abnahme hängt auch von den Verarbeitungskapazitäten beispielsweise bei den Molkereien ab. "Das muss man über Verträge mit ihnen regeln", sagt Tietböhl.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung