Klosterhügel:

Wo die Mönche zum Gebet gingen

Es ist ein kleines vergessenes Fleckchen in der Innenstadt, inmitten von Wohnbebauung. Nun plant die Stadt Röbel genau jene Fläche herzurichten. Gemeint ist der Klosterhügel, auf dem früher tatsächlich mal ein Kloster stand. 

Unscheinbar und oft hinter parkenden Autos versteckt,  zeigt sich der Klosterhügel in Röbel. Der Platz soll bald gestaltet werden. Enders
Elke Enders Unscheinbar und oft hinter parkenden Autos versteckt,  zeigt sich der Klosterhügel in Röbel. Der Platz soll bald gestaltet werden. Enders

 

 

Dass Röbel mal ein Kloster hatte, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Wo es aber stand, wissen die wenigsten. Nun aber plant die Stadt, den sogenannten Klosterhügel aufzuwerten. Es ist jener Ort, an dem die Zisterzienser-Mönche im 13. Jahrhundert ein- und ausgingen, gar nicht weit ab vom heutigen Töpferwall und vom sanierten Speicher in der Klosterstraße.So kann sich Agnes Theuergarten, Leiterin des Röbeler Bauamtes, auch gut vorstellen, dass die Fläche mit einem Kunstwerk versehen wird, wie sie jüngst schilderte. „Mit Kunst haben wir im Stadtgebiet  gute Erfahrungen gemacht. Die Leute identifizieren sich damit“, verweist sie beispielsweise auf die Ziege am Ziegenmarkt, die Publikumsmagnet ist. Eine kleine Plastik, vielleicht ein lesender Mönch oder eine Kirchturmspitze im Kleinformat, könnte sie sich somit für den Klosterhügel vorstellen. Einfach, um die Fläche erkennbar zu machen. Vielleicht noch eine Info-Tafel dazu gestellt – und schon könnten die Leute wahrnehmen, dass es sich um einen besonderen Ort handelt.  Doch erst mal geht es darum, den Klosterhügel publikumstauglich herzurichten. Dafür hat  Planer Axel Bernhardt, Ingenieur für Landschaftsarchitektur vom Büro A & S Neubrandenburg, bei der jüngsten Bauausschusssitzung in Röbel die  Entwürfe vorgestellt. Somit ist eine „platzartige Aufweitung“ geplant.  Die frei wachsende Hecke im Hintergrund, die momentan verwildert wirkt, könnte durch einen Pflegeschnitt in Form gebracht und erhalten werden.  Zudem schlug der Planer vor, einige höhere Bäume zu pflanzen. Hier sollte die Stadt mit höherer Güte rangehen, und ruhig schon etwas größere Exemplare ordern. Der schon jetzt vorhandene Böschungscharakter könnte ausgenutzt werden. Er biete einen schönen Rundumblick, der durch ein modernes drehbares Sitzmöbel betont werden könnte. Zudem soll, gerade für ältere Leute, aber auch an herkömmliche Bänke gedacht werden. Überdies schlug der Planer vor, auch Lampen aufzustellen.

 

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