Feuerwehr rückt aus:

Woher kommt der Diesel im Stadthafen?

Manchmal muss die Feuerwehr Diesel entfernen, noch bevor sich dieser entzünden kann. Bei dem Einsatz am Samstagabend im Warener Stadthafen hatten die Kameraden allerdings ein ganz anderes Problem.

Die Kameraden legten schwammähnliche Tücher aus, die den Diesel aufsaugen sollten.
Nadine Schuldt Die Kameraden legten schwammähnliche Tücher aus, die den Diesel aufsaugen sollten.

Wer am Samstagabend bei den Booten und kleinen Yachten im Warener Stadthafen auf Höhe der Müritzstraße flanierte, konnte ihn riechen: den ekligen Dieselgeruch. Und wer genau hinschaute, konnte die Dieselschlieren auch auf dem Wasser entdecken. Damit der chemische Antriebsstoff nicht noch mehr von dem sauberen Gewässer verschmutzt, wurde die Warener Feuerwehr alarmiert. Auch Beamte der Wasserschutzpolizei waren vor Ort.

Doch eine eindeutige Quelle, aus der der Diesel ausgetreten sein könnte, fanden sie nicht. Die Blauröcke suchten nicht nicht nur bei den Booten an der Kaikante nach einem möglichen Leck, sondern auch bei den Schiffen an den Stegen gegenüber des Hafenbüros nach einer schadhaften Stelle. Doch ohne Erfolg. Wehrführer Reimond Kamrath sowie zwei Polizeibeamte schauten sich unterdessen auch die Baustelle zur Hafenerweiterung ganz genau an. Aber alles was sie fanden, war ein roter, aufgeschnittener Plastebehälter. Doch für Reimond Kamrath muss dieser Fund wie der Diesel im Stadthafen gar nichts bedeuten. "Durch den Wind wird alles in den Hafen gedrückt", sagte er.

Damit sich der Diesel nicht weiter ausbreitet beziehungsweise um die Chemikalie aus dem Wasser zu entfernen, legten die Kameraden etliche von speziellen, dünnen Schwammtüchern auf dem Nass aus. Diese sollen den Diesel aus der Müritz - wenigstens halbwegs - aufsaugen.

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