Mieter können aufatmen:

Wohnheim der Volkssolidarität gerettet

Die dunklen Wolken über den Betreuten Wohnanlage der Volkssolidarität könnten schon bald der Vergangenheit angehören. Ein neuer Betreiber ist gefunden – und der verspricht jede Menge.

Nach all dem Ärger: Das Betreute Wohnen in der Röbeler Ahorn-Allee soll einen neuen Träger bekommen.
Petra Konermann Nach all dem Ärger: Das Betreute Wohnen in der Röbeler Ahorn-Allee soll einen neuen Träger bekommen.

Alles soll besser werden, das hat der Neue schon mal versprochen. Für das Betreute Wohnen in der Röbeler Ahorn-Allee, gab es noch vor wenigen Tagen ganz schlechte Nachrichten. Nun gibt es offenbar einen neuen Träger. Und damit auch neue Hoffnung für die Bewohner.

Preise sollen stabil bleiben

Rückblick: Die Volkssolidarität hatte bereits im vergangenen Jahr ihren Vertrag als Betreiberin der Wohnanlage gekündigt, dies aber den älteren und betreuungsbedürftigen Mietern so mitgeteilt, dass es bei ihnen zu Bestürzung und Irritationen gekommen war. Viele Mieter befürchteten, dass sie auch aus ihren Wohnungen raus müssten und mussten mit ansehen, wie die Gemeinschaftsräume von einem Tag auf den anderen leer geräumt wurden.

Jetzt plant die Arbeiterwohlfahrt Müritz (AWO) ab 1. April die Betreuung der Mieter zu übernehmen. Wieder eröffnet werden sollen auch die Gemeinschaftsräume der Wohnanlage. Das bestätigte auf Nachfrage Peter Olijnyk, Geschäftsführer des AWO-Kreisverbandes Müritz e. V. „Es wird für die Mieter nicht teurer, aber vieles besser“, erklärt er gegenüber dem Nordkurier. Ein Versprechen, das er auch schon den Mietern und deren Angehörigen auf einer Versammlung gegeben hat. Denn obwohl bis dato noch kein schriftlicher Vertrag zwischen den Eigentümern und der AWO abgeschlossen wurde, könnten sich die Bewohner der Anlage auf seine Worte verlassen, so Olijnyk.

Volssolidarität reagiert auf Kritik

Die Volkssolidarität, die ihren Vertrag aus „betriebswirtschaftlichen Beweggründen“ gekündigt hatte, bedauerte ihr Vorgehen und entschuldigte sich bei den Mietern. Das Vorgehen hatte bei vielen Röbelern Empörung ausgelöst. Auch Röbels Bürgermeister Heiner Müller (SPD) hatte wegen dieses Vorfalls bei der Geschäftsführung der Volkssolidarität in Güstrow protestiert.