Blau am Steuer:

Zahl der Alkoholunfälle fast verdoppelt

Ein Gläschen in Ehren. Von wegen. Die Polizei hat in der Müritzregion einen deutlichen Anstieg von Unfällen unter Alkoholeinfluss registriert. Verstärkte Kontrollen scheinen angebracht – wird es aber wohl nicht geben.

44 Unfälle unter Alkoholeinfluss zählte die Polizei in der Müritzregion 2015 - fast doppelt so viele wie 2014.
Knipserin - Fotolia.com 44 Unfälle unter Alkoholeinfluss zählte die Polizei in der Müritzregion 2015 - fast doppelt so viele wie 2014.

Die 52-jährige Pkw-Fahrerin war der Polizei aufgefallen, weil sie bei Rot in eine Straße eingebogen war. Der 53 Jahre alte Mopedfahrer flog bei einer Routinekontrolle auf. Beide hätten sich nicht mehr hinters Steuer eines Fahrzeuges setzen dürfen: Sie hatten zu viel Alkohol getrunken. Die Frau steuerte ihr Auto mit 1,04 Promille. Der Mann auf dem Moped pustete 1,37 Promille. Doch so glimpflich wie am Montagabend gehen längst nicht alle Alkoholfahrten aus.

Fahren unter Alkohol ist nach wie vor eine der häufigsten Unfallursachen in der Müritzregion. Bei 44 Unfällen im vergangenen Jahr stellten die Beamten fest, dass der Verursacher nicht mehr nüchtern war. Die Zahl der Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss hat sich im Vergleich zu 2014 nahezu verdoppelt und den höchsten Wert seit vier Jahren erreicht wie aus der aktuellen Unfallstatistik der Polizei hervorgeht.

Die Gewerkschaft der Polizei (GDP) hatte vor dem Hintergrund der landesweit gestiegenen Unfallzahlen dagegen bereits Ende April einen schwindenden Überwachungsdruck beklagt. Eine dauerhafte polizeiliche Präsenz auf der Straße sei nicht mehr gegeben, beklagte der GDP-Landeschef Christian Schumacher. Eine Polizeisprecherin räumte gegenüber dem Nordkurier ein, das aufgrund der stärkeren Einsatzbelastungen etwa durch Demonstrationen an anderen Stellen wie Verkehrskontrollen Abstriche gemacht werden müssten. „Bei Hinweisen aus der Bevölkerung über auffällige Fahrer würden die Beamten aber sofort reagieren.“

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