Schalmeien und Behinderte:

Musik überwindet Grenzen

Vielfach erleben Menschen im Alltag,  ausgegrenzt zu werden. Dem setzt das Schalmeienorchester gen.

Teterow. Musik kann bekanntlich sprachliche Barrieren überwinden. Doch auch soziale Grenzen weicht sie auf. Das zeigt sich im Rockkonzert wie im Opernhaus.  Aber auch beim Musizieren selbst. Diese Erkenntnis liegt einem Projekt zugrunde, welches sich das Schalmeienorchester Teterow auf die Fahnen geschrieben hat. „Unter dem Motto Miteinander gestalten wollen wir zeigen, dass wir bei unseren Aktivitäten alle einbeziehen können. Dabei spielt es keine Rolle, aus welchem sozialen Milieu jemand kommt, ob er oder sie behindert ist oder sonstigen Förderbedarf hat. Auch das Alter der Projektteilnehmer ist egal“, erläutert Vereinsvorsitzender Thomas Oestreich. Praktisch bedeutet dies, dass Interessenten sich zunächst am Instrument  ausprobieren können. Je nach der Leistungsfähigkeit kann dies ein Blasinstrument sein, aber auch komplex oder ganz einfach zu spielende Perkussionsinstrumente. Das Musizieren soll vor allem Freude bereiten, das Selbstbewusstsein fördern und zeigen, dass jeder im Künstlerischen erfolgreich sein kann, wenn man die Dinge gemeinsam anpackt. Das bedeutet, dass die Projektteilnehmer neben den gesonderten Proben auch bei Gesamtproben des Orchesters einbezogen werden. Dabei werden sie von erfahrenen Spielern betreut. Orchesterleiter Jürgen Oestreich wird dafür spezielle Arrangements erarbeiten, die dem Vermögen der einzelnen Spieler angemessen sind.

Am Ende der geplanten acht Monate soll für alle gemeinsam mindestens ein Auftrittserlebnis in Teterow stehen, kündigt Thomas Oestreich an. Die Proben finden freitags ab 16.15 Uhr in der Turnhalle der Grundschule auf dem Teterower Schulkamp statt.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung