Kinder von Kamp:

Die Kinder von Kamp bleiben unvergessen

Der Zweite Weltkrieg hat Tausende tragische Geschichten geschrieben. Auch die vom Absturz eines Wasserflugzeugs Dornier 24 in den Kamper See bei Treptow an der Rega, dem heutigen Trzebiatów.

Kinder von Kamp

Der Zweite Weltkrieg hat Tausende tragische Geschichten geschrieben. Auch die vom Absturz eines Wasserflugzeugs Dornier 24 in den Kamper See bei Treptow an der Rega, dem heutigen Trzebiatów. Anfang März 1945 stand die Rote Armee unmittelbar vor den Toren des Ostseebades Kolberg (heute Kolobrzeg). Vor der anrückenden Front flohen Zehntausende Menschen aus den früheren deutschen Ostgebieten. Zugleich sollten Tausende Kinder aus den Lagern der so genannten Kinderlandverschickung gerettet werden.

Ab dem 2. März 1945 wurden vor allem Kinder und Frauen vom Fliegerhorst am Kamper See über eine Luftbrücke nach Rügen und Wollin ausgeflogen. Im Einsatz: Die Wasserflugzeuge Dornier 24 der Seenotrettungsstaffel 81 der deutschen Marine. Am 5. März stürzte eine voll besetzte DO 24 mit mehr als 70 Kindern und Erwachsenen an Bord ab. Wahrscheinlich wurde sie von sowjetischen Panzern beschossen.

Seitdem liegt die Maschine mit ihren toten Passagieren auf dem Grund des Kamper Sees. Auf Initiative des Bürgermeisters von Treptow soll das Wrack nun gehoben werden. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge möchte den Kindern von Kamp ihre letzte Ruhestätte geben. Viele Partner wirken mit, darunter auch der Nordkurier, der Kurier Szczecinski und der Verein Pomeraniak.

Die Geschichte der Kinder von Kamp ist eine Geschichte, die die Menschen bewegt, das zeigen zahlreiche Anrufe und E-Mails aus ganz Deutschland nach den ersten Veröffentlichungen im Nordkurier. Viele Spenden für das Projekt sind bereits eingegangen. Doch um die Maschine zu heben, ist schätzungsweise eine sechsstellige Summe erforderlich.

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