Bevölkerungsentwicklung im Nordosten:

Positive Statistik dank Flüchtlingen

Die Zuwanderung übersteigt das Geburtendefizit deutlich. Der Einwohnerschwund ist gestoppt – vorerst. Denn es sterben immer noch mehr Menschen als geboren werden.

Rechts oben wird es wieder ein kleines bisschen voller in Deutschland.
Jens Büttner Rechts oben wird es wieder ein kleines bisschen voller in Deutschland.

Wenn sich die Länder Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg über steigende Bevölkerungszahlen freuen, dann geht das vor allem auf das Konto von zugezogenen Ausländern. Nach Angaben des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern stieg die Bevölkerungszahl in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres um 0,1 Prozent wieder auf über 1,6 Millionen.

Ausschlaggebend dafür sei jedoch die Zuwanderung gewesen, die das sogenannte Geburtendefizit „deutlich“ überstieg. Die meisten Zuwanderer kamen dabei laut Statistik aus Polen (über 1600) und Syrien (über 1400). Im gleichen Zeitraum wurden in Mecklenburg-Vorpommern zwar 6087 Kinder lebend geboren, allerdings starben auch 10.325 Menschen.

Fast 3000 Brandenburger mehr

Ein Plus bei der Zuwanderung gab es sowohl in den beiden kreisfreien Städten Rostock und Schwerin als auch in allen Landkreisen. Das hat sich besonders in den Städten bemerkbar gemacht. So konnte die Stadt Neubranenburg im vergangenen Jahr den steten Bevölkerungsrückgang stoppen und sogar über 300 Einwohner dazu gewinnen.

Diese Entwicklungen gab es auch im Land Brandenburg, wo die Bevölkerungszahl im Jahr 2014 erstmals wieder stieg, nachdem es viele Jahre nur bergab gegangen war. Laut Amt für Statistik hatte Brandenburg Ende März 2015 etwa 2.460.700 Einwohner. In den ersten drei Monaten des vergangenen Jahres zogen rund 20.000 Personen in das Bundesland, aber nur 13.100 haben es verlassen. Das daraus resultierende Plus von fast 7000 wurde jedoch durch ein Geburtendefizit von über 4100 geschmälert.

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