14 Millionen Kinder in Syrien und dem Irak brauchen Hilfe

Der blutige Konflikt in Syrien wird für immer mehr Kinder zum Überlebenskampf.

Vier Jahre nach Beginn des Aufstandes in dem arabischen Land seien bereits rund 14 Millionen Kinder und Jugendliche direkt oder indirekt von dem Konflikt betroffen, der sich inzwischen auf den Irak ausgedehnt hat und zu einer Belastung für mehrere Nachbarstaaten geworden ist. «Sie leiden unter Gewalt, Flucht, Ausbeutung und Armut», erklärte das UN-Kinderhilfswerk (Unicef) in Berlin.

Die Leiterin von Unicef in Syrien, Hanaa Singer, sagte, die Resonanz auf den jüngsten Hilfsappell für Syrien sei bislang gering. «Wir schätzen, dass wir in diesem Jahr 297 Millionen US-Dollar (rund 280 Mio Euro) für unsere Operationen in Syrien brauchen werden, davon sind bisher erst drei Prozent eingegangen», erklärte Singer. Bereits 2014 habe Unicef wegen fehlender Finanzmittel nicht alle Hilfsprojekte umsetzen können. Singer sagte: «Unsere Prioritäten sind sauberes Wasser, Schulbildung und Hilfe für traumatisierte Kinder.»

Humanitäre Hilfe allein könne zwar keinen Krieg beenden, räumte Daniela Schadt, die Schirmherrin von Unicef in Deutschland, ein. «Sie brauchen Hoffnung, damit Hass und Gewalt nicht auch ihre Zukunft beherrschen», sagte die Lebensgefährtin von Bundespräsident Joachim Gauck.