14 Tote und 30 Verletzte bei Krawallen in Kairo

Bei schweren Krawallen vor Beginn eines Fußballspieles im Osten Kairos sind nach offiziellen Angaben mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 30 Menschen seien verletzt worden, sagte ein Sprecher eines lokalen Krankenhauses der Deutschen Presse-Agentur.

14 Tote und 30 Verletzte bei Krawallen in Kairo
Str 14 Tote und 30 Verletzte bei Krawallen in Kairo

Nach Angaben des Innenministeriums kam es zu den Unruhen, als sich Fans des Kairoer Fußballclubs Zamalek ohne Tickets Zugang zu dem Stadium verschaffen wollten. Zamalek traf in einem Erstliga-Derby auf den Kairoer Club ENPPI der ägyptischen Ölfirma in einem Fußballstadion am Rand von Kairo. Laut der Internetausgabe der Staatszeitung «Al-Ahram» griffen Ordnungskräfte die Zamalek-Fans mit Tränengas und Gummigeschossen an. Ein Sicherheitsbeamter sagte hingegen, Ultras hätten versucht, das Stadium zu stürmen und dabei mindestens ein Polizeiauto in Brand gesetzt. Mit Hilfe der Polizei seien die Krawalle aufgelöst worden.

Insgesamt habe es sich laut «Al-Ahram» um rund 6000 Fans gehandelt. Ein Sicherheitsbeamter sagte der Zeitung, die 14 Menschen seien bei einer Massenpanik während ihres Ansturms auf das Stadium umgekommen. Bei den Unruhen handelt es sich um die schwersten Ausschreitungen während eines Fußballspiels in Ägypten seit Februar 2012. Damals waren nach einem Spiel im nordägyptischen Port Said 74 Menschen ums Leben gekommen. Ägyptische Behörden hatten danach allen Zuschauern ein Stadionverbot für Erstliga-Spiele erteilt - die Clubs spielten seitdem vor leeren Rängen. Erst vor einem Monat war der Fan-Bann aufgehoben worden.