16 Tote bei Popkonzert in Südkorea

Mindestens 16 Besucher sterben während eines Popkonzerts in Südkorea beim Sturz in einen etwa 20 Meter tiefen Lüftungsschacht. Elf weitere Menschen wurden verletzt, als das Gitter des Schachts nachgab und sie hinabstürzten, wie ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde mitteilte.

16 Tote bei Popkonzert in Südkorea
Yonhapnews 16 Tote bei Popkonzert in Südkorea

Zahlreiche der etwa 1000 Besucher hatten sich nach Fernsehberichten auf das Gitter der etwa schulterhohen Betonvorrichtung gestellt, um eine bessere Sicht auf die Aufführung der beliebten Girlgroup «4Minute» zu haben. Das Unglück geschah am späten Nachmittag vor einer Freiluftbühne in dem nahe Seoul gelegenen Ort Seongnam.

Wie der Nachrichtenkanal News Y berichtete, schien der Band und den meisten Konzertbesuchern kurz nach dem Unglück nicht klar gewesen zu sein, was passiert war. Die Band habe zunächst ihre Aufführung fortgesetzt. Viele Besucher blickten hingegen nach der Tragödie vom Rand des Schachts erschüttert in die Tiefe.

Die Ursache des Unglücks war zunächst unklar. Der TV-Sender Arirang berichtete, dass Sicherheitskräfte die Besucher während des Konzerts davor gewarnt hätten, sich auf das Lochgitter zu stellen. Die Zuhörer hätten die Warnung jedoch ignoriert.

Das Unglück ereignete sich zu einem Zeitpunkt, da viele Südkoreaner noch immer nicht das verheerende Fährunglück vom April vor der Südwestküste des Landes verarbeiten haben. Bei dem Untergang der «Sewol» waren rund 300 Menschen ums Leben gekommen. Die Katastrophe hatte eine Debatte über die Sicherheitsstandards im Land in Gang gesetzt. Nach Angaben der Ermittler war die Fähre deutlich überladen gewesen.