17 Tote bei Selbstmordanschlag auf Moschee in Saudi-Arabien

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Moschee in Saudi-Arabien sind mindestens 17 Menschen getötet worden. Wie der Nachrichtensender Al-Arabija und weitere Quellen im Königreich meldeten, zündete der Täter am Donnerstag eine Bombe in dem südwestlichen Ort Abha.

17 Tote bei Selbstmordanschlag auf Moschee in Saudi-Arabien
Saudi Press Agency / Handout 17 Tote bei Selbstmordanschlag auf Moschee in Saudi-Arabien

Laut der Zeitung «Arab News» stand die Moschee auf einem Gelände der Anti-Terror-Polizei. Bei den Toten handele es sich um Sicherheitskräfte des Sondereinsatzkommandos. Mehr als 60 Menschen seien verletzt worden.

Der Anschlagsort liegt in der Grenzregion zum Bürgerkriegsland Jemen. Dort fliegt ein von den Saudis angeführtes Militärbündnis seit März Luftschläge gegen die schiitischen Huthi-Rebellen.

In dem streng sunnitischen Königreich gibt es seit Monaten immer wieder Terroranschläge. Meist haben die Täter schiitische Moscheen zum Ziel. Die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich bereits zu Attacken.

Schiiten sind in Saudi-Arabien eine Minderheit, die sich über Diskriminierung seitens des Staates beklagt. In einigen Gebieten der ölreichen Ostprovinz bilden Schiiten sogar die Mehrheit. In Saudi-Arabien ist der sunnitische Wahhabismus, eine besonders konservative Interpretation des Islam, Staatsreligion.