170 Geiseln bei Überfall auf Luxushotel in Mali

Zwei bewaffnete Männer haben das Luxushotel Radisson in Malis Hauptstadt Bamako überfallen und halten dort 170 Menschen als Geiseln. Das teilte die Hotelgruppe Redzior mit.

Die Angreifer hätten Autos mit diplomatischen Kennzeichen benutzt, um Zugang zum Hotel zu erhalten, sagte ein Mitglied des Hotel-Sicherheitsteams der Deutschen Presse-Agentur. Der Angriff deutete auf einen Terroranschlag hin.

Die Angreifer zogen sich demnach in ein oberes Stockwerk zurück und hielten zahlreiche Geiseln. Es waren Schüsse zu hören. Sicherheitskräfte riegelten das Hotel weiträumig ab. Das Radisson hat Berichten zufolge 170 Zimmer. Es ist bei Diplomaten beliebt und zum Beispiel auch das Hotel für Mitarbeiter der Air France.

In Mali hatten Islamisten und separatistische Tuareg große Gebiete erobert, bevor sie mit Hilfe französischer Truppen wieder zurückgedrängt worden waren. Derzeit läuft ein internationaler Einsatz zur Ausbildung der malischen Streitkräfte, an dem auch die Bundeswehr beteiligt ist.