19-Jährige mit Eisenstange getötet - Vater wegen Mordes vor Gericht

Ein halbes Jahr nach dem grausamen Tod einer 19-Jährigen in Hamburg-Wilhelmsburg hat ein Mordprozess gegen den Vater des Opfers begonnen.

19-Jährige mit Eisenstange getötet - Vater wegen Mordes vor Gericht
Christian Charisius 19-Jährige mit Eisenstange getötet - Vater wegen Mordes vor Gericht

Der Staatsanwalt warf dem 45-Jährigen am Mittwoch vor, die Tochter heimtückisch und aus niederen Beweggründen getötet zu haben. Er habe sie für die Scheidungspläne seiner Frau verantwortlich gemacht.

Trotz eines gerichtlichen Verbots wegen früherer Gewalttaten sei der Angeklagte in der Nacht zum 10. Juli 2015 in die Wohnung der Familie eingedrungen, erklärte der Staatsanwalt weiter. Er habe der schlafenden Tochter mit einer 41 Zentimeter langen metallenen Gewindestange den Schädel eingeschlagen. Dann soll er der jungen Frau mit einem Küchenmesser noch mehrere Stiche versetzt haben. Die Tochter starb noch am Tatort.

Anschließend soll der Mann auch seine Ehefrau in einem anderen Zimmer angegriffen haben. Der Anklage zufolge schüttete er ihr eine unbekannte Flüssigkeit in den Mund, wovon sie erwachte. Als sie zu flüchten versuchte, soll er sie festgehalten und ihr Reizgas ins Gesicht gesprüht haben. Schließlich konnte die Frau aus dem Fenster der Erdgeschosswohnung springen, verletzte sich dabei aber das Knie.

Die Anklage lautet auf Mord und gefährliche Körperverletzung. Die Anwältin des Angeklagten kündigte für den nächsten Verhandlungstermin am 14. Januar die Verlesung einer Erklärung ihres Mandanten an.