2. Testtag: Vettel Erster, Hamilton nicht zu stoppen

Sebastian Vettel auf Platz eins, Titelverteidiger Lewis Hamilton auf Kilometerjagd: Auch am zweiten Testtag der Formel 1 haben Ferrari und Mercedes zunächst die Maßstäbe gesetzt.

Vettel führt in Jerez de la Frontera wie am Ende des Vortages die Zeitentabelle nach vier Stunden klar an. Der viermalige Weltmeister verbuchte auf seiner schnellsten Runde im Ferrari SF15-T einen Vorsprung von 1,506 Sekunden auf Hamilton. Allerdings spulte der Brite wie schon zum Testauftakt sein Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg ein wahres Mammutprogramm ab.

Hamilton drehte auf dem 4,428 Kilometer langen Kurs in den ersten vier Stunden 73 Runden. Zum Vergleich: Beim WM-Finale auf dem ehemaligen Grand-Prix-Kurs 1997 mit der anschließenden Disqualifikation von Michael Schumacher wurden 69 Runden gefahren. Dass der neue Silberpfeil läuft, hatte Hamiltons Rivale Rosberg schon mit seinen 157 Runden am Sonntag unterstrichen. «Das bedeutet, dass ich 158 fahren muss», meinte Hamilton, bevor er seine Worte am Montag bei bewölktem Himmel und Temperaturen von knapp zehn Grad offensichtlich in die Tat umsetzen wollte.

Vettel schaffte in seinem Ferrari bis zur Hälfte des zweiten Testtages hingegen nur 31 Runden, dafür aber in 1:20,984 Minuten die klare Bestzeit. Auf Rang drei hinter Vettel und Hamilton reihte sich zunächst der 17 Jahre alte niederländische Formel-1-Debütant Max Verstappen im Toro Rosso ein.

Mit Problemen hatte erneut McLaren-Honda zu kämpfen. Nachdem Neuzugang Fernando Alonso am Sonntag nur sechs Runden zustande gebracht hatte, kam Jenson Button vorerst auch nicht über fünf Versuche hinaus. Durch den Antriebswechsel von Mercedes zu Honda sieht sich der englische Traditionsrennstall mit seinen beiden Ex-Weltmeistern vorerst mit den Problemen konfrontiert, die die anderen Teams vor einem Jahr durch die große Regelreform (unter anderem Turbo- statt Saugmotoren) gelöst haben.

Rund lief es allerdings auch wieder nicht für Vettels Ex-Team Red Bull. Für Daniil Kwjat, der von Toro Rosso ins A-Team befördert worden war, wurde auch nach über vier Stunden noch keine gezeitete Runde notiert.