22 Tote bei Anschlag auf Hotels in der Elfenbeinküste

Das Auswärtige Amt prüft Berichte über deutsche Todesopfer bei den Anschlägen auf drei Hotels in der Elfenbeinküste.

22 Tote bei Anschlag auf Hotels in der Elfenbeinküste
Legnan Koula 22 Tote bei Anschlag auf Hotels in der Elfenbeinküste

Das Außenministerium erklärte: «Die deutsche Botschaft ist eingeschaltet und steht in ständigem Kontakt mit den zuständigen Behörden und unseren Partnern vor Ort. Die Botschaft bemüht sich mit Hochdruck um Aufklärung darüber, ob deutsche Staatsangehörige von dem Terrorangriff betroffen sind.»

Der ivorische Innenminister Ahmed Bakayoko hatte am Sonntag im lokalen Fernsehsender RTI mitgeteilt, dass unter den Opfern auch Deutsche seien. Das berichtete die Nachrichtenagentur AIP. Insgesamt seien vier Weiße bei dem Attentat mit mindestens 22 Toten ums Leben gekommen. Ein Franzose sei getötet worden, erklärte das Außenministerium in Paris. Zudem seien 22 Menschen verletzt worden, hieß es bei AIP.

Mehrere bewaffnete Männer hatten am Sonntag in Grand-Bassam, rund 40 Kilometer südöstlich der Wirtschaftsmetropole Abidjan, das Feuer auf Hotelbesucher eröffnet. Eine Splittergruppe der Al-Kaida bekannte sich nach Angaben des französischen Radiosenders RFI zu den Anschlägen. 

Bei den Anschlägen wurden nach Angaben der Behörden zwei Soldaten und sechs der Angreifer getötet. Die Identität der Angreifer konnte zunächst jedoch nicht festgestellt werden.

«Einer der Attentäter, den ich gesehen habe, war wie ein Dschihadist gekleidet - mit einem langen Gewand und Bart», sagte der Touristenführer und Augenzeuge Sékou Diarra. Die drei angegriffenen Hotels - «La Paillote», «Etoile du Sud» and «Koral Beach» - seien auch bei westlichen Besuchern beliebt, die sich vor allem an Sonntagen an den Stränden aufhalten, so Diarra.

Die Terrororganisation Al-Kaida im Islamischen Maghreb ist unter anderem in Mali, Marokko, Tunesien und Algerien aktiv.