3:1 in Frankfurt: Bayer Leverkusen beendet Mini-Krise

Torjäger «Chicharito» Hernandez hat den Absturz von Bayer Leverkusen wieder gestoppt.

3:1 in Frankfurt: Bayer Leverkusen beendet Mini-Krise
Arne Dedert 3:1 in Frankfurt: Bayer Leverkusen beendet Mini-Krise

Nach drei Pflichtspiel-Niederlagen in Serie gewann die Werkself mit 3:1 (2:1) bei Eintracht Frankfurt und holte sich damit auch einen Schub für das wichtige Champions-League-Spiel am Dienstagabend bei BATE Borissow.

Der Mexikaner Hernandez brachte die Gäste mit Toren in der 23. und 39. Minute in Führung. Wettbewerbsübergreifend traf der Neueinkauf von Manchester United damit zehn Mal in den vergangenen sieben Spielen. Nach der Pause legte Hakan Calhanoglu (72.) das dritte Tor nach. Für die schwache Eintracht hatte nur Slobodan Medojevic kurz vor der Pause zum 1:2 (45.) getroffen. Nach dem vierten Heimspiel nacheinander ohne Sieg ist der kurze Frankfurter Aufschwung in der Fußball-Bundesliga damit schon wieder vorbei.

Das erste Heimspiel nach den Terroranschlägen von Paris und der Absage des Länderspiels zwischen Deutschland und den Niederlanden verlief ohne nennenswerten Zwischenfall, wurde aber von verstärkten Sicherheitsmaßnahmen begleitet. Bereits am Freitag und dann nochmal am Samstag wurde die Commerzbank Arena unter anderem mit Hilfe von Sprengstoffspürhunden der Polizei durchsucht. Die Ordnungskräfte der Eintracht verstärkten die Einlasskontrollen, weshalb die Schlangen vor den Stadiontoren etwas länger waren als sonst üblich.

Deutlich unangenehmer aus Sicht der Frankfurter Fans verlief dann aber das Spiel vor 47 500 Zuschauern. Leverkusen war von Beginn an die klar bessere, hoch überlegene, deutlich handlungsschnellere und technisch versiertere Mannschaft.

Eintracht-Trainer Armin Veh hatte einen derart großen Respekt vor Bayers Offensivkraft, dass er sein Team sehr abwartend und defensiv spielen ließ. Doch Sicherheit brachte das der SGE nicht, im Gegenteil. Vor dem 0:1 leisteten sich die Gastgeber eine haarsträubende Fehlerkette: Die begann mit einem ungenauen Abwurf von Torwart Lukas Hradecky und setzte sich mit einem Ballverlust von Carlos Zambrano im Spielaufbau fort. Das alles hätte David Abraham immer noch ausbügeln können, doch der Argentinier trat beim Leverkusener Gegenangriff im Strafraum über den Ball. Hinter ihm stand Hernandez und schob den Ball ins leere Tor.

Bei seinem zweiten Treffer stand der Mexikaner nachweislich im Abseits, doch verdient war die Zwei-Tore-Führung zu diesem Zeitpunkt allemal. Die Eintracht kam zwar mit der ersten eigenen Torchance noch einmal heran. Doch schon mit dem Wiederanpfiff hatte Leverkusen das Spiel wieder im Griff.

Dass der Eintracht gerade offensiv die Mittel fehlten, hatte aber auch etwas mit ihrer stark dezimierten Personallage zu tun. Stürmer Haris Seferovic fehlte gelbgesperrt, sein Vertreter Luc Castaignos musste schon früh verletzt raus (22.). Da Vaclav Kadlec keine Rolle mehr spielt und im Januar nach Dänemark wechseln wird, musste Veh in dieser Situation den Außenverteidiger Timothy Chandler einwechseln.

Die Folge: Nach der Pause hatte Frankfurt nur zwei gute Chancen durch Stefan Aigner (59./90.). Leverkusen verwaltete die Partie nur noch, war aber selbst im Energiesparmodus noch das gefährlichere Team.