38 Verletzte bei Brand in ehemaligem Bunker

Bei einem Brand und einer Explosion in einem ehemaligen Bunker in Hamburg sind mindestens 38 Menschen verletzt worden.

Das Feuer war am frühen Morgen in dem Bunker inmitten eines Wohngebietes im Stadtteil Rothenburgsort ausgebrochen, teilte ein Sprecher der Feuerwehr mit. Bei den Löscharbeiten kam es zu einer Explosion. Die Brandursache und die Höhe des Sachschadens waren noch unklar.

«Es gab eine schlagartige Durchzündung mit einer erheblichen Druckwelle, die so stark war, dass Fahrräder durch die Luft gewirbelt wurden», sagte ein Feuerwehrsprecher am Brandort. Feuerwehrleute in dem etwa 25 Meter hohen Bunker seien von der Druckwelle erfasst worden, die lediglich aus zwei Eingängen entweichen konnte. Es gibt neben den Eingängen nur kleine Lüftungsöffnungen, aber keine Fenster.

Der Hochbunker aus dem Zweiten Weltkrieg, der unmittelbar an Mehrfamilienhäuser angrenzt, wird von einer Tischlerei und als Lager für rund einhundert Tonnen ätherische Öle genutzt.

Alle Verletzten hätten leichte bis mittelschwere Verletzungen wie Rauchvergiftungen und Prellungen erlitten, möglicherweise auch Knochenbrüche, hieß es weiter. Unter den Verletzten waren 12 Feuerwehrleute. 19 Menschen wurden in Krankenhäusern behandelt.

Die Löscharbeiten sollten bis zum Nachmittag dauern. «Im Moment schicken wir niemanden mehr ins Gebäude, weil die Lage unklar ist. Wir planen jetzt, den Bunker mit Schaum zu fluten, um den Brand zu löschen», sagte der Sprecher.

Als die Einsatzkräfte am frühen Morgen am Brandort eintrafen, war die Straße bereits in dichten Rauch gehüllt. Die Feuerwehr evakuierte die anliegenden Wohnhäuser. Mehr als 60 Menschen wurden in Sicherheit gebracht.

Ein Hochbunker liegt nicht unter der Erde, sondern erstreckt sich meist über mehrere Stockwerke in die Höhe. Heutzutage werden solche Gebäude teils als Wohnraum, Lagerraum oder Kulturstätte genutzt.