38 Verletzte nach Explosion in ehemaligen Hamburger Bunker

Beim Brand und einer Explosion in einem ehemaligen Bunker in Hamburg sind am Dienstagmorgen mindestens 38 Menschen verletzt worden. Das Feuer war in den frühen Morgenstunden in einer Tischlerei in dem einstigen Hochbunker ausgebrochen, teilte ein Sprecher der Feuerwehr mit.

38 Verletzte nach Explosion in ehemaligen Hamburger Bunker
Daniel Bockwoldt 38 Verletzte nach Explosion in ehemaligen Hamburger Bunker

Bei den Löscharbeiten kam es zu einer Explosion. «Es gab eine schlagartige Durchzündung mit einer erheblichen Druckwelle, die so stark war, dass Fahrräder durch die Luft gewirbelt wurden», sagte der Sprecher am Brandort. In dem Gebäude, das in einem Wohngebiet im Stadtteil Rothenburgsort liegt, lagerten rund 100 Tonnen ätherische Öle.

Die Brandursache und die Höhe des Sachschadens waren zunächst unklar. Die Löscharbeiten sollten den Angaben zufolge noch mindestens bis zum Nachmittag dauern.

Unter den Verletzten waren 12 Feuerwehrleute. 19 Menschen wurden in Krankenhäusern behandelt. «Im Moment schicken wir niemanden mehr ins Gebäude, weil die Lage unklar ist. Wir planen jetzt, den Bunker mit Schaum zu fluten, um den Brand zu löschen», sagte der Sprecher.

Als die Einsatzkräfte am Brandort eintrafen, war bereits die komplette Straße in dichten Rauch gehüllt. Die Feuerwehr evakuierte die anliegenden Wohnhäuser, über 60 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Die Rettungskräfte prüften, ob es in den umliegenden Wohnhäusern noch weitere Verletzte gibt.

Ein Hochbunker liegt nicht unter der Erde, sondern erstreckt sich meist über mehrere Stockwerke in die Höhe. Heutzutage werden solche Gebäude teils als Wohnraum, Lagerraum oder Kulturstätte genutzt.