42 Menschen sterben bei Bus-Katastrophe in Frankreich

42 Menschen sind bei einem dramatischen Busunfall in Südwestfrankreich ums Leben gekommen. Das Fahrzeug mit einer Seniorengruppe an Bord prallte bei Puisseguin rund 40 Kilometer östlich von Bordeaux mit einem Lastwagen zusammen und ging in Flammen auf.

Es ist das schwerste Busunglück in Europa seit mehr als zehn Jahren und das schwerste in Frankreich seit 1982. Nur acht Insassen des Busses konnten sich in Sicherheit bringen - vier von ihnen seien sehr sehr schwer verletzt, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Pierre-Henry Brandet, dem Sender BFMTV.

Präsident François Hollande sprach von einer «furchtbaren Tragödie». «Wir sind tief traurig», sagte er am Rande seines Staatsbesuchs in Griechenland.

Der Bus war nach ersten Informationen am frühen Morgen nur wenige Kilometer nördlich vom Unfallort losgefahren. Er beförderte Senioren auf dem Weg zu einem Ausflug in die Region Béarn am Fuß der Pyrenäen, wie die Regionalzeitung «Sud-Ouest» unter Berufung auf die Bürgermeisterin des Heimatortes berichtete. Unter den Toten sind auch die beiden Fahrer des Lastwagens und des Busses.

Die Unglücksursache war am Vormittag noch nicht bekannt, nach Angaben von Präfekt Pierre Dartout läuft eine Untersuchung. «Das ist in einer gefährlichen Kurve der Gemeinde passiert», sagte der zweite Beigeordnete des Bürgermeisters von Puisseguin, Gérard Dupuy, dem Sender France Info. Am gleichen Ort habe es bereits früher Unfälle gegeben. Auf einem ersten von BFMTV verbreiteten Foto vom Unglücksort war ein völlig ausgebranntes Buswrack zu sehen.

Premierminister Manuel Valls und Innenminister Bernard Cazeneuve wollten noch heute an den Unfallort reisen. Das Unglück ist der schwerste Busunfall in Frankreich seit dem 31. Juli 1982. Damals starben bei Beaune 53 Menschen, darunter 44 Kinder.