Ablöse-Poker eröffnet: Hummels will Freigabe für Bayern

Der Wechsel von Mats Hummels von Borussia Dortmund zum FC Bayern hängt jetzt nur noch an der Ablösesumme. Der Fußball-Weltmeister habe den BVB um die Freigabe für einen Wechsel nach München gebeten, teilte der börsennotierte Bundesligist in einer Ad-hoc-Mitteilung mit.

Ablöse-Poker eröffnet: Hummels will Freigabe für Bayern
Guido Kirchner Ablöse-Poker eröffnet: Hummels will Freigabe für Bayern

Hummels wolle zur kommenden Saison zum deutschen Rekordmeister wechseln. Der Vertrag des Abwehrspielers beim BVB läuft noch bis 2017.

Die Dortmunder machten ihre Zustimmung von einer Einigung über die Ablösesumme abhängig. Die Bayern müssten dem BVB «ein dem außerordentlichen fußballerischen und sonstigen Stellenwert des Spielers entsprechendes, äußerst werthaltiges Angebot unterbreiten», hieß es in der Mitteilung. Bislang habe der Bundesliga-Tabellenführer noch kein Angebot eingereicht. Es wird spekuliert, dass die Dortmunder mindestens 30 Millionen Euro an Ablöse erwarten.

Wohl auch deshalb wies die Borussia darauf hin, dass Hummels keine Ausstiegsklausel aus seinem Vertrag besitzt. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte jedoch jüngst angedeutet, dem Nationalspieler bei einem entsprechenden Angebot die Freigabe für einen Wechsel zu den Bayern nicht wie einst Topstürmer Robert Lewandowski verweigern zu wollen.

Watzke hatte bereits Verständnis für den Wunsch von Hummels erkennen lassen, in seine frühere sportliche Heimat zurückzukehren. «Diese persönlichen Momente, dass er mit dem Club noch nicht fertig ist. Dass sein Vater, seine Mutter, sein Bruder in München wohnen. Seine Frau aus München ist, er selbst Münchner ist - da kommt schon eine ganze Menge an Komponenten zusammen», hatte Watzke zu Wochenbeginn gesagt.

Auch Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bestätigte bereits vor der Champions-League-Reise zu Atlético Madrid erste Kontakte zu Hummels. Nach den Zerwürfnissen zwischen beiden Clubs wegen der Transfers von Mario Götze und Lewandowski wünschen sich die Bayern diesmal jedoch eine einvernehmlichere Lösung. «Ich möchte das doch ordentliche  Verhältnis, das wir in den letzten zwei Jahren aufgebaut haben, nicht durch eine unbedachte Äußerung beschädigen», hatte Rummenigge gesagt.

Im Zuge des Hummels-Geschäfts könnte auch die Rückkehr von Götze nach Dortmund konkreter werden. Götzes Vertrag bei den Bayern läuft noch bis 2017, ein vorzeitiger Abschied im Sommer gilt jedoch als wahrscheinlich. Die Dortmunder hatten bereits Interesse an einer Rückholaktion signalisiert.