Abschied von Mittelerde: «Hobbit»-Premiere in London

Tausende Fans, Wiedersehensfreude und ein bisschen Abschiedsschmerz: Mit einer großen Party haben «Hobbit»-Starregisseur Peter Jackson und seine Hauptdarsteller in London die Weltpremiere von «Die Schlacht der Fünf Heere» gefeiert.

Abschied von Mittelerde: «Hobbit»-Premiere in London
Andy Rain Abschied von Mittelerde: «Hobbit»-Premiere in London

Zum Abschluss der «Hobbit»-Trilogie posierten Martin Freeman (Bilbo), Richard Armitage (Thorin), Luke Evans (Bard), Evangeline Lilly (Tauriel), Benedict Cumberbatch (Smaug) und ihre Kollegen für ein Gruppenbild vor einer aufwändig gestalteten Kulisse, gaben Autogramme und lächelten für Selfies mit Anhängern der Fantasiewelt Mittelerde.

Ian McKellen (75) und Orlando Bloom (37), die als Zauberer Gandalf und Elbenkrieger Legolas schon 2001 im ersten Teil von Jacksons «Herr der Ringe»-Trilogie, begrüßten sich herzlich mit einem Kuss. «Es fühlt sich wunderbar an, die ganze Gang wieder zusammen zu haben», sagte Bloom. Viele der Darsteller hatten sich seit Abschluss der Dreharbeiten im vergangenen Jahr nicht mehr gesehen.

Den Neuseeländer Jackson (53) hießen die Fans mit Sprechchören willkommen. «Ich bin der glückliche Fan, der diese Filme machen durfte», sagte der Oscar-Preisträger, der nach eigenen Worten schon als Teenager begeistert von den Romanen des britischen Autors J.R.R. Tolkien war.

Die in Mittelerde angesiedelte Erzählung «Der Herr der Ringe» und die Vorgeschichte «Der kleine Hobbit» hat er in seiner Heimat über einen Zeitraum von mehr als 14 Jahren jeweils in einer Trilogie verfilmt - mit «Die Schlacht der Fünf Heere» ist diese Arbeit abgeschlossen.

«Von jetzt an geht's nur noch abwärts, das war es mit meiner Karriere», scherzte Jackson. Er habe schon wochenlang Abschied genommen, aber die echten Gefühle würden ihn wohl in den kommenden Tagen treffen.

Hauptdarsteller Martin Freeman (43), der in den Filmen als Hobbit Bilbo Beutlin mit pelzigen Riesenfüßen Abenteuer erlebt, sah das Ende der Arbeit positiver: «Ich bin nicht traurig, weil wir das jetzt ans Publikum übergeben und es mit euch teilen», sagte er an die Zuschauer gewandt. «Ihr seid die besten Fans der Welt. Ihr seid loyal und verrückt - vielen Dank.»

Einige der Tolkien-Anhänger hatten seit Donnerstag auf dem Londoner Leicester Square vor dem Premierenkino ausgeharrt, viele standen verkleidet an den Absperrungen. Die Bücher und Filme seien weltweit so erfolgreich, weil sie eine wichtige Botschaft hätten, sagte McKellen. «Es geht darum, was man braucht, um eine gute Person zu sein.» Die Premierenfeier wurde per Livestream im Internet in etwa 160 Länder übertragen. Der Film kommt am 10. Dezember in die deutschen Kinos.