Adidas in Topform - Hainer verheißt starke Zukunft

Der scheidende Adidas-Chef Herbert Hainer hat nach einem starken ersten Halbjahr dem Sportartikel-Konzern eine starke Zukunft verheißen. «Wir sind in Top-Top-Form. 2016 wird ein Jahr der Rekorde sein. In den kommenden Jahren werden wir weiter wachsen.

Adidas in Topform - Hainer verheißt starke Zukunft
Arne Dedert Adidas in Topform - Hainer verheißt starke Zukunft

Und wir werden unsere Profitabilität auf neue Rekordhöhe steigern», prognostizierte Hainer am Donnerstag optimistisch. Der Manager wird das Unternehmen Ende September an seinen Nachfolger Kasper Rorsted übergeben.

Bei der Vorlage der Halbjahreszahlen bekräftigte Hainer, dass er für das Gesamtjahr 2016 mit einem rund 15-prozentigen Umsatzwachstum rechne. Die Erlöse würden damit auf rund 19 Milliarden Euro steigen. Beim Konzerngewinn kalkuliert der Vorstand nach der «starken Umsatzdynamik» im ersten Halbjahr für 2016 mit einem Plus von 35 bis 39 Prozent. Unter dem Strich blieben dem Konzern so zwischen 975 Millionen Euro und 1,0 Milliarden Euro.

Im zweiten Quartal profitierte Adidas auch vom kräftigen Rückenwind der Fußball-Europameisterschaft. Neben den Produkten für den Fitness- und Laufsport waren zwischen April und Juni vor allem Adidas-Fußballprodukte stark gefragt. Auch vom Nostalgie-Trend profitierte das Unternehmen: Immer mehr Kunden hätten zuletzt nach Adidas-Schuhen im Design der 1970er und 1980er gegriffen, berichtete Vorstand. Gut liefen auch die unter der Marke Adidas Neo angebotenen Sport-Lifestyle-Produkte.

Entsprechend stark sei der weltweite Umsatz in dem Zeitraum gestiegen - nämlich um 13,2 Prozent auf 4,422 Milliarden Euro. Belastet hätten den Erlös Währungsschwankungen; ohne diese Effekte hätte der Konzernumsatz sogar um 21 Prozent zugelegt, betonte der Vorstand. Für die starke Umsatzdynamik hätten - mit Ausnahme von Russland und den GUS-Staaten - alle Weltregionen beigetragen.

Unter dem Strich blieben dem Konzern im zweiten Quartal 291 Millionen Euro; der Konzerngewinn habe sich damit im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal fast verdoppelt. Ohne Sondereffekte - wie die Einmalerträge im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung des Sponsorvertrags mit dem englischen Premiere-League-Team FC Chelsea - hätte der Konzerngewinn etwa auf Vorjahres-Niveau verharrt. Belastet hätten den Gewinn im zweiten Quartal unter anderem hohe Marketingkosten im Zusammenhang mit der Fußball-Europameisterschaft.

Im ersten Halbjahr summierte sich der Adidas-Konzerngewinn damit auf 642 Millionen Euro - das entspricht einem Anstieg von mehr als 73 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015. Allerdings sorgen auch hier die Einmaleffekte des zweiten Quartals - Stichwort: vorzeitige Beendigung des FC Chelsea-Sponsorvertrags - für ein etwas verzerrtes Bild. Der Umsatz kletterte in den ersten sechs Monaten 2016 um 15 Prozent auf 9,191 Milliarden Euro.