AfD-Chef Meuthen geht auf Co-Vorsitzende Petry zu

Der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen will auch nach dem schweren Führungsstreit die Partei weiterhin im Team mit Frauke Petry führen. «Frau Petry und ich können, wollen und werden gemeinsam zum Wohle der Partei zusammenarbeiten», sagte Meuthen beim Parteitag der AfD Rheinland-Pfalz.

AfD-Chef Meuthen geht auf Co-Vorsitzende Petry zu
Christoph Schmidt AfD-Chef Meuthen geht auf Co-Vorsitzende Petry zu

Er räumte ein: «Ein Konflikt ist da definitiv gewesen.» Meuthen betonte: «Man darf Dissense in der Sache haben.» Trotzdem müssten beide zusammenarbeiten. Es gebe keinen Machtkampf zwischen Petry, ihm und AfD-Vize Alexander Gauland. Meuthen betonte aber: «Führungsstil allerdings ist ein Thema, und das müssen wir klären.»

In Baden-Württemberg hatte sich ein Teil der AfD-Fraktion im Landtag abgespalten, deren Fraktionschef Meuthen war. Hintergrund sind antisemitische Äußerungen des Landtagsabgeordneten Wolfgang Gedeon. Meuthen hatte eine eigene Fraktion gegründet. Co-Bundeschefin Petry unterstützt jedoch die alte AfD-Fraktion.

Meuthen zeigte sich überzeugt, dass es rechtlich zwei Fraktionen geben könne: «Wir werden das auch hinbekommen.» Er rief die alte AfD-Fraktion aber auf, sich vom Antisemitismus zu distanzieren, so dass es am Ende nur noch eine Fraktion gebe.