AfD-Parteitag startet unter massiven Sicherheitsvorkehrungen

Begleitet von einem massiven Polizeieinsatz hat der Bundesparteitag der Alternative für Deutschland (AfD) in Hannover begonnen.

Rund 600 Delegierte werden zu dem zweitägigen Kongress unter dem Motto «Mut. Wahrheit. Deutschland.» erwartet, in dessen Mittelpunkt Debatten zur Asylpolitik und zum Flüchtlingszuzug stehen.

Die AfD fordert von der Bundesregierung einen Kurswechsel. Darüber hinaus werden sich die Delegierten mit Satzungsänderungen befassen. Dabei geht es unter anderem darum, ob künftig zwei oder drei Personen die Partei führen sollen. Derzeit stehen Frauke Petry und Jörg Meuthen an der Spitze der AfD.

Vorstandwahlen oder Programmdebatten sind für den Parteitag nicht vorgesehen. Allerdings liegen den Delegierten zwei Anträge zur Eurokrise und zum Thema Asyl vor, über die voraussichtlich abgestimmt wird.

Im Sommer hatte der AfD-Gründer und Vorsitzende Bernd Lucke die Partei im Streit verlassen. Seit der Flüchtlingskrise legt die AfD in Umfragen deutlich zu. Auch die Zahl der Mitglieder stieg wieder auf knapp 20 000 an. Kritiker werfen der Partei vor, sich nicht entschieden von rechtsextremen Positionen zu distanzieren. Für den Mittag haben sich in Hannover mehrere Protestveranstaltungen gegen die AfD angekündigt - mehrere Tausend Menschen werden erwartet.