AirAsia-Suche konzentriert sich auf Flugschreiber

Fünf Tage nach dem Absturz von AirAsia-Flug QZ8501 hat ein Schiff der indonesischen Marine wahrscheinlich das Heck der Unglücksmaschine entdeckt. «Wir konnten das Heck mittels Seitensicht-Sonar orten», sagte der Schiffskommandant Yayan Sofyan dem Sender Metro TV.

Die Trümmer liegen demnach auf dem Meeresboden in rund 29 Metern Tiefe. Die Suche konzentriert sich vor allem auf die Flugschreiber, die bislang jedoch noch nicht geortet werden konnten. Die Retter bergen aber immer mehr Leichen.

Die Helfer hatten in der am Freitag wieder ruhigeren See die Suche ausgeweitet, nachdem zuvor tagelang Schlechtwetter die Arbeiten behindert hatte. «Wir konzentrieren uns auf die Bergung des Flugzeugrumpfes sowie der Flugschreiber», sagte der Leiter der indonesischen Rettungskräfte, Bambang Sulistyo.

Der Airbus A320 der Billigfluglinie AirAsia war am Sonntag aus weiterhin ungeklärter Ursache mit 162 Menschen an Bord auf dem Weg von Surabaya in Indonesien nach Singapur ins Meer gestürzt. Die Flugschreiber sollen helfen, die Unglücksursache zu klären. Mit Sonargeräten und anderen Messinstrumenten ausgestattete Schiffe suchen ein etwa 5400 Quadratkilometer großes Meeresgebiet ab, wie Sulistyo sagte.

Zudem sollten Horchgeräte unter Wasser akustische Signale von den Black Boxes der Unglücksmaschine auffangen, sagte der Chef der indonesischen Behörde für Transportsicherheit, Tatang Kurniadi. Hoher Seegang störe dies. «Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Das Signal sendet nur 30 Tage lang», sagte er. Sollte das Flugzeug bis dahin nicht gefunden sein, werde die Suche viel schwieriger werden.

Die Rettungskräfte konnten offiziellen Angaben zufolge bislang 30 Leichen aus dem Meer bergen. Das erste identifizierte Opfer, eine Indonesierin, wurde am Donnerstag unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit von ihrer Familie beigesetzt.

Bis Freitag wurden drei weitere Tote identifiziert, darunter eine Flugbegleiterin. AirAsia-Chef Tony Fernandes teilte mit, er werde die Tote auf ihrer letzten Reise in ihre Heimatstadt Palembang begleiten. «Ich kann nicht ausdrücken, wie ich mich fühle. Es fehlen die Worte», schrieb Fernandes auf Twitter.