Aktien-Anleger hoffen auf Beruhigung nach China-Schock

Nach den jüngsten von Chinas Zentralbank ausgelösten Turbulenzen an den weltweiten Aktienmärkten dürften Anleger in der neuen Börsenwoche Beruhigung herbeisehnen. Mit großen Sprüngen beim Dax rechnen Marktteilnehmer vorerst nicht.

Sorgen um die Wirtschaft in China gebe es schon länger, doch mit der überraschenden Abwertung der chinesischen Währung sei für deutsche Unternehmen nun ein neuer Risikofaktor hinzugekommen, urteilt Commerzbank-Analyst Andreas Hürkamp. Angesichts der Unsicherheit über die weitere Entwicklung des Yuan und der chinesischen Konjunktur geht Hürkamp beim Dax von einer weiteren Konsolidierung aus.

Der Dax schloss am Freitag 0,27 Prozent tiefer und rutschte beim Stand von 10 985,14 Punkten wieder unter die 11 000er-Marke. Wegen der Verluste im Zuge der Abwertung der chinesischen Landeswährung fiel die Wochenbilanz beim deutschen Leitindex mit einem Minus von rund viereinhalb Prozent deutlich negativ aus.

«Sollten in näherer Zukunft keine weiteren, geldpolitisch überraschenden Maßnahmen aus China verkündet werden, rückt der Fokus wieder auf Spekulationen rund um eine baldige Zinswende in den USA», sagt Analyst Jens Klatt von DailyFX. Das am Mittwoch anstehende Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed könnte Hinweise geben auf den Zeitpunkt der Zinswende.

Ansonsten geht in Deutschland die Berichtssaison allmählich zu Ende. In der neuen Woche legen nur noch wenige Unternehmen ihre Geschäftszahlen vor. Dax-Vertreter sind keine dabei. Aus dem MDax berichtet zur Wochenmitte mit dem Immobilienkonzern Deutsche Annington, der allerdings als Dax-Aspirant gilt, lediglich ein einziges Unternehmen.

Im Fokus mit Quartalsbilanzen stehen Firmen aus dem SDax wie der Autozulieferer Stabilus (Montag), die Beteiligungsgesellschaft Indus Holding (Dienstag), der Internethändler Zooplus (Mittwoch) sowie der Waggonvermieter VTG und der Autovermieter Sixt (beide Donnerstag).

Unter den Konjunkturdaten der neuen Woche sticht ein Termin hervor. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) berichtet am Freitag über die aktuelle Verbraucherstimmung in Deutschland.