Aktien der britischen Royal Mail kosten 330 Pence

Die Aktien der britischen Post Royal Mail werden beim Börsengang am kommenden Dienstag zum Preis von 330 Pence (3,89 Euro) an den Start gehen. Das gab die Regierung als Eigentümer des bisherigen Staatsunternehmens am Donnerstag nach Börsenschluss in London bekannt.

Aktien der britischen Royal Mail kosten 330 Pence
Andy Rain Aktien der britischen Royal Mail kosten 330 Pence

Der Preis liegt am oberen Ende der Spanne. Der Unternehmenswert der Royal Mail wurde damit auf 3,3 Milliarden Pfund taxiert.

Der eingeschränkte Handel für die Papiere beginnt für institutionelle Anleger wie Banken und Versicherungen bereits am Freitag. 33 Prozent der Anteile sollen Kleinanlegern vorbehalten sein. Der Ansturm auf die Papiere innerhalb der Zeichnungsfrist war groß - die Papiere waren nach Regierungsangaben siebenfach überzeichnet. Die Regierung hat bei der Vergabe der Aktien an Kleinanleger noch einmal nachgebessert.

Wer sich um das vorgegebene Minium von Aktien im Wert von 750 Pfund beworben hatte, wird in vollem Umfang bedacht. Wer sich für Aktien im Wert von bis zu 10 000 Pfund bemüht hatte, bekommt ebenfalls Papiere im Wert von 750 Pfund. Größere Bestellungen wurden nicht berücksichtigt. Ungeachtet dessen gehen aber nur der kleinere Teil der Aktien an Kleinanleger, der größere Teil der Papiere dagegen an institutionelle Anleger wie Banken, Versicherungen oder Hedge Fonds. 10 Prozent werden für Mitarbeiter zurückgehalten.

Die Regierung wird mit der Privatisierung von mehr als 52 Prozent der Anteile an der Royal Mail rund 1,72 Milliarden Pfund in die Staatskasse spülen. Die Labour-Opposition hatte kritisiert, es hätte deutlich mehr erlöst werden können. Die Regierung habe die Spanne für den Ausgabepreis zu niedrig angesetzt.