Algarve-Cup: DFB-Frauen starten mit 2:4 gegen Schweden

Trotz eines Blitzstarts haben die deutschen Fußballerinnen zum Auftakt des Algarve-Cups eine empfindliche Niederlage hinnehmen müssen. Die Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid verlor in Vila Real de Santo Antonio mit 2:4 (2:1) gegen Schweden.

Algarve-Cup: DFB-Frauen starten mit 2:4 gegen Schweden
Jose Sena Goulao Algarve-Cup: DFB-Frauen starten mit 2:4 gegen Schweden

Zum Auftakt der Vorbereitung auf die WM in Kanada im Sommer sorgten Dzsenifer Marozsan (2. Minute) und Simone Laudehr (3.) vor 769 Zuschauern für eine schnelle Führung der DFB-Elf. Doch Caroline Seger (30./71.) und Sofia Jakobsson (54./84.) drehten die Partie zugunsten der Schwedinnen. Am 6. März trifft Deutschland im zweiten Gruppenspiel auf China, das sich 0:0 von Brasilien trennte.

Der Titelverteidiger erwischte bei Sonnenschein und Temperaturen um 20 Grad einen perfekten Auftakt. Gleich der erste Schuss auf das schwedische Tor war ein Volltreffer. Die Frankfurterin Marozsan ließ den Ball nach einer hohen Flanke ihrer Clubkameradin Laudehr einmal aufspringen und versenkte ihn dann volley im langen Eck. Für Schwedens Torhüterin Hedvig Lindahl gab keine Abwehrchance wie nicht einmal 60 Sekunden später erneut. Alexandra Popp, die zentral in der offensiven Dreierreihe spielte, legte für Laudehr auf, die den Ball gegen den Lauf von Lindahl zum 2:0 ins Gehäuse schlenzte.

Das ohne Starstürmerin Lotta Schelin, die über Kopfschmerzen klagte, angetretene Team von Trainerin Pia Sundhage brauchte nach dem schnellen Rückstand ein wenig, um sich zu sortieren. Mit dem Anschlusstreffer von Seger (30.), deren Schuss unhaltbar für DFB-Keeperin Nadine Angerer abgefälscht wurde, waren die Skandinavierinnen aber besser im Spiel. Gleichwohl hatte der achtmalige Europameister die besseren Chancen. Popp (33.) und zweimal Laudehr per Kopf (42./45.+2) hätten die Pausenführung noch klarer gestalten können.

Das Auslassen der Torchancen sollte sich im zweiten Durchgang rächen. Zunächst prüfte Schwedens Rekordnationalspielerin Therese Sjögran (53.) Welttorhüterin Angerer, die sich dann einen Ausflug in Manuel-Neuer-Manier leistete. Allerdings mit weniger Erfolg als ihr männliches Pendant: So wurde sie von der schnelle Mittelfeldspielerin Jakobsson umkurvt, die keine Mühe hatte, zum 2:2 auszugleichen. Seger per Kopf und erneut Jakobsson nach einem Konter sorgten dann im 23. Duell für den erst siebten schwedischen Erfolg.