«Alles Lügen»: Messi dementiert Wechsel-Gerüchte

Lionel Messi will den FC Barcelona nicht verlassen und hat auch keinen Streit mit Trainer Luis Enrique. «Das sind alles Lügen», wies der argentinische Superstar die seit Wochen kursierenden Gerüchte zurück.

«Ich habe nie irgendwas verlangt, damit ich bleibe, weil ich nicht die Absicht habe zu gehen, weder zu Chelsea noch zu Manchester City», sagte Messi dem Clubsender Barça TV nach dem 3:1-Sieg der Katalanen über den spanischen Fußballmeister Atlético Madrid. «Ich habe gehört, dass mein Vater bereits mit Chelsea und City gesprochen habe. Das ist auch eine Lüge.»

Auslöser der Spekulationen waren Berichte über ein angeblich gespanntes Verhältnis zwischen dem viermaligen Weltfußballer und dem Barça-Coach. «Ich habe nie verlangt, dass man unseren Trainer hinauswirft», betonte Messi und fügte hinzu: «Ich treffe im Verein keine Entscheidungen, sondern bin nur ein Spieler unter vielen.»

Gegen Atlético hatte Messi sein Team zum besten Spiel der Saison angetrieben. Der Argentinier war an allen vier Toren beteiligt. Er leistete die Vorarbeit zu den Treffern von Neymar (12. Minute) sowie Luis Suárez (35.) und schoss das dritte Tor (87.) selbst.

Vor dem Gegentreffer des Meisters hatte Messi im Barça-Strafraum einen leichten Körperkontakt mit seinem Gegenspieler Jesús Gámez, was Schiedsrichter Alberto Undiano Mallenco als Foulspiel wertete. Der frühere FC-Bayern-Stürmer Mario Mandzukic (57.) verwandelte den fälligen Elfmeter zum 1:2. Es dürfte, wie die spanische Presse vermutete, der erste Strafstoß gewesen sein, den Messi in seiner Profi-Karriere verschuldete.

Für die Katalanen bedeutete der Erfolg über den Meister das Ende einer Mini-Krise, die zur Entlassung von Manager Andoni Zubizarreta und zur Ansetzung einer neuen Präsidentenwahl geführt hatte. Die Partie gegen Atlético war als ein «Schicksalsspiel» für Luis Enrique dargestellt worden. Immerhin hatten die Madrilenen in der vorigen Saison die Katalanen in der Champions League ausgeschaltet und ihnen am letzten Spieltag im Camp-Nou-Stadion den Meistertitel abgejagt.

Der Coach zeigte sich nach dem Erfolg erleichtert, aber auch realistisch: «Bei unserem nächsten Fehltritt werden die Spannungen neu aufbrechen», prophezeite der Barça-Trainer. «Das ist unvermeidbar.» Die Zeitung «El País» schwärmte dagegen: «Messi war mehr Messi als je zuvor. Er agierte als Rechtsaußen, Regisseur und Vollstrecker.»

Das Zusammenspiel des Dreizacks MSN (Messi, Suárez, Neymar) funktionierte wie am Schnürchen. Neymar musste nach einem brutalen Tritt von José María Giménez wegen eines blutenden Knöchels behandelt werden. Der Brasilianer ließ sich einen Verband anlegen und spielte weiter. Der Schiedsrichter hatte die Attacke nicht einmal als Foulspiel bewertet. Barça (41 Punkte) rangiert in der Primera División hinter Tabellenführer Real Madrid (42), der ein Spiel weniger absolviert hat, und vor dem Titelverteidiger Atlético (38).