«Alles oder nichts»: Letzte Rio-Chance für Volleyballer

Nach dem bitteren Verpassen des Finales der Olympia-Qualifikation von Berlin sehnten sich die deutschen Volleyballer zur Abkühlung und Regeneration nach den Eistonnen. Das 1:3 am Samstag gegen Olympiasieger Russland hatte das Team von Bundestrainer Vital Heynen viel Kraft gekostet.

«Alles oder nichts»: Letzte Rio-Chance für Volleyballer
Gregor Fischer «Alles oder nichts»: Letzte Rio-Chance für Volleyballer

Der WM-Dritte will seine Minimalchance auf Rio mit einem Sieg am Sonntag (13.30 Uhr) im Spiel um Platz drei gegen Weltmeister Polen wahren, der Europameister Frankreich 0:3 unterlag. Im letzten - allerdings sportlich fast wertlosen - Vorrundenspiel hatten die Deutschen die Polen noch mit 3:2 besiegt.

«Das wird das viel größere Finale», prognostizierte Heynen nach der Niederlage gegen Russland in der Vorschlussrunde. «Es geht um Alles oder Nichts.»

Der Druck ist riesig. Neben dem Endspielverlierer sichert sich auch der Dritte von Berlin die Teilnahme an einem weiteren Qualifikationsturnier ab Mitte Mai in Japan. Dort kann der Sprung nach Brasilien noch gelingen. In Berlin hat nur der Sieger die attraktive Dienstreise sicher.

Das «kleine Finale», in dem Diagonalangreifer Georg Grozer nach seiner schwachen Vorstellung gegen die Russen wieder in bester Verfassung sein sollte, wird schwer genug. «Ich hoffe, dass unsere Kraft reicht», sagte Zuspieler Lukas Kampa. «Ich hoffe auf einen frischen Kopf und einen erholten Körper», meinte Mittelblocker Marcus Böhme.

Ein letztes Mal müssen Heynens Männer in der Max-Schmeling-Halle alle Kräfte mobilisieren. «Wir müssen alles reinlegen», forderte Außenangreifer Denis Kaliberda. Für Kampa lautet das Motto: «Vollgas geben.»