Alter Meister neu gesehen: Botticelli in Berlin

Unter dem Titel «The Botticelli Renaissance» zeigt die Berliner Gemäldegalerie eine ebenso hochkarätige wie ungewöhnliche Ausstellung zu dem italienischen Kultkünstler.

Alter Meister neu gesehen: Botticelli in Berlin
Jörg Carstensen Alter Meister neu gesehen: Botticelli in Berlin

Neben mehr als 50 Originalwerken sind rund 100 Bilder und Exponate zu sehen, die sich bis heute mit dem Werk des Florentiner Malers Sandro Botticelli (1445-1510) auseinandersetzen - von Andy Warhol bis Cindy Sherman, von René Magritte bis David LaChapelle.

«In einem kunsthistorischen Rückwärtsgang versuchen wir Botticelli freizulegen von den zwiebelartigen Schalen, die sich um ihn herum angereichert haben», sagte Museen-Generaldirektor Michael Eissenhauer. Die vom 24. September bis zum 24. Januar 2016 laufende Schau entstand in Zusammenarbeit mit dem Victoria and Albert Museum in London. Dort soll sie im Anschluss ebenfalls zu sehen sein.

Neben hochkarätigen Leihgaben aus London, Paris und den USA stammen acht der gezeigten Originalgemälde aus dem eigenen Bestand der Gemäldegalerie. Botticellis Kultbild schlechthin, die legendäre «Geburt der Venus» (um 1484), wird von den Uffizien in Florenz nicht verliehen.

Dem Frankfurter Städel Museum hat eine Botticelli-Ausstellung 2009 einen Rekord von fast 370 000 Besuchern beschert.