«Am Himmel der Tag» gewinnt Hessischen Filmpreis

Einmal im Jahr will Hessen einen Hauch von Hollywood versprühen - und kürt herausragende Filmproduktionen. 185 000 Euro lässt sich Wiesbaden das kosten.

«Am Himmel der Tag» gewinnt Hessischen Filmpreis
Frank Rumpenhorst «Am Himmel der Tag» gewinnt Hessischen Filmpreis

Der Spielfilm «Am Himmel der Tag» von Pola Beck ist in Frankfurt mit dem mit 25 000 Euro dotierten Hessischen Filmpreis ausgezeichnet worden. Die Jury würdigte vor allem die «inszenatorische Sicherheit» in dem Debütwerk der Regisseurin.

Zum besten Dokumentarfilm kürten die Preisrichter die Produktion «Drachenmädchen». Regisseur Inigo Westmeier zeige darin «eindrucksvolle Einblicke» in die Welt einer Kung-Fu-Schule in Zentralchina. Die Auszeichnung ist mit 25 000 Euro dotiert.

In der Kategorie der Kurzfilme ging die Auszeichnung an «Meine Beschneidung». Regisseur Arne Ahrens erhält dafür 5000 Euro. «Pieces of Venus» von Daniel Frerix bekam die mit 7500 Euro dotierte Auszeichnung als bester Hochschulfilm zuerkannt. Der Hessische Drehbuchpreis ging an Piotr J. Lewandowski für das Drehbuch «Jonathan». Es habe das Zeug zu einer tragfähigen Kinogeschichte, befand die Jury.

Lisa Wagner erhielt für ihre Rolle in «Kommissarin Heller - Tod am Weiher» den Preis als beste Schauspielerin. Zum besten Schauspieler wählte die Jury Thomas Thieme («Das letzte Wort»). Der Sonderpreis der Jury ging an Rainer Ewerrien und Carsten Strauch für ihre Rollen in «Götter wie wir».

Die Schauspielerin Hannelore Hoger («Bella Block») erhielt den Ehrenpreis des Ministerpräsidenten. «The Attack» bekam den mit 10 000 Euro dotierten Preis der Frankfurter Buchmesse für die beste internationale Literaturverfilmung. Insgesamt sind die Ehrungen mit 185 000 Euro dotiert. Das Land vergibt nach eigenen Angaben die Film- und Kinopreise jährlich seit 1989, um damit den Filmstandort Hessen zu fördern.