Amanda Knox will Opferfamilie treffen - Mordprozess fortgesetzt

Die des Mordes angeklagte US-Amerikanerin Amanda Knox wünscht sich eine Aussprache mit der Familie des Opfers Meredith Kercher.

«Ich will ihnen direkt sagen, dass ich nichts mit dem Mord an Meredith zu tun habe, dass ich sie gern hatte und wir Freundinnen waren», sagte die 26-Jährige der Zeitung «La Repubblica». Am Donnerstag wurde vor dem Berufungsgericht in Florenz der neue Prozess um den Mord an der Britin Meredith Kercher im November 2007 fortgesetzt. Knox und ihr Ex-Freund Raffaele Sollecito müssen sich seit September zum dritten Mal für die Tat vor Gericht verantworten.

Sollecito erschien am Donnerstag gemeinsam mit seinem Vater vor Gericht, seine Anwälte sollten ihre Plädoyers halten. Knox hingegen nimmt nicht an dem Verfahren teil. «Ich wäre für den Prozess zurückgekommen», sagte sie der Zeitung. «Aber ich habe Angst, ich war für vier Jahre im Gefängnis, ohne etwas Böses getan zu haben und obwohl ich meine Unschuld herausgeschrien habe, hat mir niemand gelaubt.» Das Urteil in dem neuen Prozess wurde unterdessen erneut verschoben und soll nun am 30. Januar gesprochen werden.