Angeklagter im Düsseldorfer Al-Kaida-Prozess will reden

Einer der vier Angeklagten im Düsseldorfer Al-Kaida-Prozess, der Marokkaner Abdeladim El-K. (33), will zwei Jahre nach dem Beginn des Verfahrens sein Schweigen brechen.

Angeklagter im Düsseldorfer Al-Kaida-Prozess will reden
Federico Gambarini Angeklagter im Düsseldorfer Al-Kaida-Prozess will reden

Er werde sich am kommenden Donnerstag, dem 155. Verhandlungstag, ausführlich äußern, auch zur Anklage, teilte das Oberlandesgericht Düsseldorf mit. El-K. gilt als Kopf der Gruppe - außer ihm stehen noch der Deutsch-Marokkaner Jamil S. (34), der Deutsch-Iraner Amid C. (23) und der Deutsche Halil S. (30) vor Gericht. Sie sollen im Namen Al Kaidas einen verheerenden Terroranschlag in Deutschland geplant haben.

Am 29. April 2011 hatte eine Spezialeinheit in einem unscheinbaren Mehrfamilienhaus in Düsseldorf nahe der Universität eine mutmaßliche Bombenwerkstatt ausgehoben. Zuvor war die Wohngemeinschaft rund um die Uhr observiert worden. In mitgelesenen E-Mails El-Ks. an die Al-Kaida-Führung hatte es geheißen: «Oh, unser Scheich, wir halten noch unser Versprechen. Wir werden mit dem Schlachten der Hunde anfangen.»