Angriffe mit Kampfflugzeugen: Hunderte Tote nahe Damaskus

Bei massiven Angriffen mit Kampfflugzeugen, Raketen und Artillerie sollen im Umland von Damaskus am Mittwoch 468 Menschen getötet worden sein.

Die lokalen Revolutionskomitees berichteten, betroffen seien vor allem der Bezirk Al-Ghuta Al-Scharkija, der als Hochburg des Widerstandes gegen Präsident Baschar al-Assad gilt, sowie Moadhamijat al-Scham.

Die Regierung bestritt nach Angaben der staatlichen Medien zwar nicht die Angriffe, aber den Einsatz von Chemiewaffen. Die Nachrichtenagentur Sana schrieb: «Die TV-Kanäle, die an dem Blutvergießen in Syrien und der Unterstützung des Terrorismus beteiligt sind, veröffentlichen diese Berichte, die frei erfunden sind, um das Team, das den Einsatz von Chemiewaffen untersuchen soll, abzulenken, und somit den Erfolg seiner Mission zu verhindern.»

Zuvor hatten die Revolutionskomitees den Vorwurf erhoben, dass die Regierungstruppen bei ihren Angriffen auf Rebellenhochburgen auch Giftgas eingesetzt haben sollen. Die Angaben konnten von unabhängiger Seite zunächst nicht überprüft werden.

In Damaskus halten sich zur Zeit Chemiewaffen-Experten der Vereinten Nationen auf. Sie haben den Auftrag, herauszufinden, ob im Bürgerkrieg auch Giftgas eingesetzt wurde. Allerdings hat ihnen die Regierung nur gestattet, drei Ortschaften zu besuchen, die vorher festgelegt wurden.