«Angry Birds»-Macher Rovio streicht bis zu 130 Jobs

Der Erfinder des Smartphone-Spiels «Angry Birds» streicht bis zu 130 Arbeitsplätze. Das entspreche 16 Prozent der Belegschaft, schrieb der scheidende Chef des finnischen Spieleentwicklers Rovio, Mikael Hed, in einem Blogeintrag am Donnerstag.

Rovio hatte mit «Angry Birds» einen großen Hit gelandet, der sich mit immer neuen Fortsetzungen in den Game-Charts hält. Der Firma gelang es bisher aber nicht, einen Erfolg in dieser Dimension mit einem weiteren Spiel zu wiederholen.

Auch die neueste «Angry Birds»-Variante mit dem Namen «Stella» war kein großer Hit. Die Belegschaft sei in Erwartung eines schnelleren Wachstums aufgebaut worden, räumte Hed ein. Die Jobs sollen in Finnland gestrichen werden.

Die Geschäftszahlen von Rovio blieben zuletzt deutlich hinter der Entwicklung bei einigen anderen führenden Anbietern mobiler Spiele zurück. Der Rovio-Umsatz stagnierte im vergangenen Jahr bei 156 Millionen Euro.

Dagegen kam der Entwickler des Spiels «Candy Crush», King Digital Entertainment, auf fast 1,9 Milliarden Dollar Umsatz. Die wie Rovio aus Finnland stammende Firma Supercell erlöste mit ihrem Spiel «Clash Of Clans» im vergangenen Jahr knapp 900 Millionen Dollar.

Rovio baute sein Geschäft in den vergangenen Jahren massiv auf dem Erfolg von «Angry Birds» auf. In großem Stil wurden Fanartikel verkauft, es gab Trickfilme und 2016 soll ein Kinofilm folgen. Man wolle das Geschäft nun stärker auf die drei Säulen Spiele, Medien und Verbraucherprodukte fokussieren, schrieb Hed.

Der langjährige Chef Hed wechselt zum Januar in den Verwaltungsrat des Spielentwicklers. Neuer Spitzenmann wird Pekka Rantala, der zuvor unter anderem den Getränkehersteller Hardwall führte und beim Handy-Anbieter Nokia der Marketingchef war.